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29. April 2008 | Vertriebsmarkt

Zeitungsauflagen bei 25,9 Millionen Exemplaren

IVW: überregionale Zeitungen erneut im Plus/ Einzelverkauf verliert

Im ersten Quartal 2008 haben die deutschen Zeitungsverlage 25,9 Millionen Tages-, Wochen- und Sonntagszeitungen pro Erscheinungstag verkauft. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal bedeutet dies einen Rückgang um -1,85 Prozent. Die Zeitungen in den alten Bundesländern waren dabei mit -1,55 Prozent weniger stark betroffen als die ostdeutschen Titel; hier belief sich das Minus auf 4,1 Prozent.

Bei den Tageszeitungen kam es im Vergleich mit dem ersten Quartal 2007 insgesamt zu Ver­lusten von -1,75 Prozent (-363.847 Exemplare) auf 20,48 Millionen Exemplare. Die lokalen und regionalen Abonnementzeitungen mussten einen Rückgang von -1,83 Prozent (West -1,42 Prozent/ Ost -3,64 Prozent) verkraften. Die Auflage der Kaufzeitungen fiel um -2,44 Prozent (-110.278 Exemplare). Die überregionalen Zeitungen lagen mit 0,93 Prozent (+15.244 Exemplare) erneut leicht im Plus. Die Sonntagszeitungen beendeten das erste Quartal 2008 mit -3,87 Prozent (-138.212 Exemplare). Im Plus lag dagegen die Gattung Wochenzeitungen (0,75 Prozent/ 14.920 Exemplare).

Nach Vertriebswegen differenziert lässt sich feststellen, dass die Zeitungen wie in den Vor­quartalen bei den Abonnements unterdurch­schnittlich (-1,52 Prozent) und stark im Einzelver­kauf (-4,63 Prozent) verloren haben. Leicht im Plus lag der sonstige Verkauf (0,74 Prozent/ 6.799 Exemplare). Die Bordexemplare legten erneut deutlich zu um 32,38 Prozent (126.961 Exemplare).

In der Kategorie Tageszeitungen gab es Abon­nementverluste bei den lokalen und regionalen Titeln (minus zwei Prozent) und den überregio­nalen Zeitungen (-1,84 Prozent). Die Kaufzeitun­gen gewannen beim Abonnement hingegen er­neut hinzu mit 6,59 Prozent (11.335 Exemplare). Auch die Wochenzeitungen weisen mehr Abon­nements auf (1,57 Prozent/ 25.261 Exemplare). Die Sonntagszeitungen hingegen verloren an regelmäßigen Abnehmern -1,12 Prozent (-12.518 Exemplare).

Beim Einzelverkauf gab es, wie bereits in den Vorquartalen, in den Kategorien Tageszeitungen (-3,94 Prozent) und Sonntagszeitungen (-6,98 Prozent) Verluste. Deutlich zulegen konnte hin­gegen die Wochenzeitungen mit 6,54 Prozent. Negative Ausreißer waren, prozentual betrachtet, hier erneut die überregionalen Zeitungen in Ost­deutschland mit -19,08 Prozent; um 305,27 Pro­zent hingegen ging in Ostdeutschland der Ver­kauf von Wochenzeitungen nach oben – in realen Zahlen bedeutete dies einen Zuwachs von 7.119 Exemplare auf nun 9.451 verkaufte Wochenzei­tungen. Auch beim sonstigen Verkauf gibt es in Ostdeutschland bemerkenswerte Ausreißer ins Positive: So wuchsen die überregionalen Zeitun­gen hier um 54,21 Prozent an, die Wochenzei­tungen sogar um 974,96 Prozent. Bei den auf­grund ihrer hochwertigen Leserschaft ausgewie­senen Bordexemplaren gab es in West und Ost gleichermaßen Zuwächse (+32,71 Prozent/ +14,53 Prozent). Hier konnten in allen Kategorien deutlich mehr Exemplare abgesetzt werden als im ersten Quartal 2007.

Eine ausführliche Darstellung der Auflagen­zahlen ist allen Mitgliedsverlagen der ZMG zuge­gangen.

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