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22. August 2013 | Vertriebsmarkt

Zeitungen verdoppeln E-Paper-Auflagen

Themen: IVW, Vertrieb

Die E-Paper-Verkaufszahlen der deutschen Zeitungen haben im zweiten Quartal 2013 wieder neue Rekordwerte erreicht. Nachdem die Verlage im Vorquartal noch 344.183 verkaufte Exemplare meldeten, waren es nunmehr 398.763. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet dies einen Zuwachs von knapp 103 Prozent oder 202.023 Exemplaren; und zu Juni 2010 eine Vervierfachung. Auch die Zahl der Zeitungstitel, die überhaupt digitale Faksimile anbieten, stieg erneut (II/2013: 150 / 2012: 112).

E Paper II 2013Insgesamt verkauften die deutschen Zeitungsverlage im zweiten Quartal 22,20 Millionen Tages-, Wochen- und Sonntagszeitungen pro Erscheinungstag (E-Paper + Print). Die Tageszeitungen kamen auf 17,57 Millionen Exemplare. Davon entfielen 12,94 Millionen auf die lokalen und regionalen Abonnementzeitungen, gut 3,36 Millionen auf die Kaufzeitungen und weitere 1,24 Millionen auf die überregionalen Zeitungen. Der große Auflagenverlust zum Vorjahresquartal ist vor allem auf die Umgruppierung der „Frankfurter Rundschau“ ins Segment der regionalen Abozeitungen und die Einstellung der „Financial Times Deutschland" (FTD) zurückzuführen. Im zweiten Quartal 2013 verbuchten die Wochenzeitungen 2,93 Millionen regelmäßige Verkäufe und die Sonntagzeitungen fanden wöchentlich 1,73 Millionen Käufer.

Nach wie vor bleibt das Abonnement das Rückgrat der Verlage. Auf diesem Vertriebsweg wurden 15,30 Millionen Exemplare und damit zwei Drittel der Zeitungsauflage abgesetzt. Besonders wichtig war das Abogeschäft für die Lokal- und Regionalzeitungen (11,72 Millionen Exemplare), was knapp 91 Prozent ihrer Gesamtauflage entsprach. Dahinter folgten prozentual die Wochenzeitungen (84 Prozent / 1,46 Millionen Exemplare), die überregionalen Blätter und die Sonntagszeitungen. Sie verbreiteten 64 beziehungsweise 38 Prozent ihrer Auflage über diesen Kanal. Weniger von Bedeutung war das Abo hingegen für die Boulevardzeitungen, die hierrüber nur knapp sieben Prozent ihrer Exemplare an den Käufer brachten (226.000 Exemplare). Gegenüber dem zweiten Quartal 2012 bedeutet dies jedoch einen Anstieg um knapp neun Prozent.

Beim Kioskgeschäft zeigte sich – erwartungsgemäß – ein ganz anderes Bild. Hier führten die Kaufzeitungen die Statistik deutlich an (2,94 Millionen Exemplare / 87,5 Prozent). Die Überregionalen kamen auf 171.213 Exemplare. Die lokalen und regionalen Abonnementzeitungen setzten im Einzelgeschäft 634.090 Exemplare ab, die Wochenzeitungen 111.647 und die Sonntagszeitungen 1,55 Millionen Exemplare, was in dieser Gruppe 53 Prozent der Auflage entsprach. Insgesamt entfielen auf diesen Vertriebsweg 5,40 Millionen Ausgaben, also knapp ein Viertel der Gesamtauflage.

Weitere 967.269 Exemplare wurden als Sonstiger Verkauf und 528.142 als Bordexemplare verbucht, die aufgrund ihrer besonders mobilen und attraktiven Leserschaft gesondert ausgewiesen werden. Neben den Überregionalen waren vor allem die Sonntagezeitungen in diesem Segment besonders stark (177.363 Exemplare / sechs Prozent).

Den Mitgliedern der ZMG ist eine detaillierte Auswertung zugegangen.

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Ort: Berlin

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