Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

22. Mai 2013 | Anzeigenmarkt

ZAW: Werbemarkt gerät unter Druck

Zeitungen weiterhin zweitstärkstes Werbemedium

Nach wie vor sind die gedruckten Medien der stärkste Werbeträger in Deutschland. Fast sieben von zehn Werbe-Euros flossen laut Zentralverband der Deutschen Werbewirtschaft (ZAW) 2012 an Zeitungen, Zeitschriften und Co., "und das in einem äußerst schwierigen Werbeumfeld", wie der Verband am 23. Mai 2013 auf seiner Jahrespressekonferenz mitteilte.

BIi W 2008-2012Insgesamt seien die Ausgaben in kommerzielle Kommunikation im vergangenen Jahr um 3,2 Prozent beziehungsweise 600 Millionen auf 18,42 Milliarden Euro zurückgegangen. Die Brutto-Investitionen - inklusive Honorare für Agenturen, Werbemittelproduktion und Medienkosten - wurden um 0,9 Prozent auf 29,74 Milliarden Euro reduziert.

Aufgeschlüsselt nach Einzelmedien seien die Zeitungen weiterhin Nummer zwei. Laut ZAW verdienten die Tageszeitungen 3,233 Milliarden Euro (-9,1 Prozent) am Werbemarkt, hinzu kamen 199 Millionen bei den Wochen- und Sonntagszeitungen und 82 Millionen bei Zeitungssupplements, sodass die Gattung auf Gesamt-Werbeeinnahmen von 3,5 Milliarden Euro kam. Ursache der Verluste sei insbesondere die punktuelle Werbezurückhaltung von Handelsgruppen.

Stärkster Werbeträger vor den Tageszeitungen war 2012 das Fernsehen mit 4,05 Milliarden Euro (+1,8 Prozent). Davon entfielen 93 Prozent (3,762 Milliarden) auf die Privatsender, knapp vier Prozent auf die ARD-Anstalten (154 Millionen) und 135 Millionen Euro auf das ZDF. Positiv endete das Werbejahr auch für den Hörfunk (plus 1,5 Prozent / auf 720 Millionen Euro) und die Filmtheater, die um 4,3 Prozent auf 88,4 Millionen Euro ihre Erlöse steigern konnten. Größter Gewinner waren einmal mehr die Online-Medien, die laut Erhebung erstmals die Eine-Milliarde-Euro-Grenze (1,079 Milliarden Euro) überschritten (plus neun Prozent). Von dieser Entwicklung profitieren auch die Zeitungen, die ihre Online-Einnahmen 2012 sogar zweistellig steigern konnten.

Prognose: Maximal schwarze Null

Erhebliche Einbußen mussten hingegen die Publikumszeitschriften (minus 11,1 Prozent) hinnehmen. Ihre Werbeumsätze sanken auf 1,28 Milliarden Euro. Verluste gab es ebenfalls bei den Fachzeitschriften (-1,9 Prozent), der Außenwerbung (-3,2 Prozent), den Anzeigenblättern (-2,9 Prozent) und der Werbung per Post, die trotz eines Rückgangs um 4,1 Prozent ihre Position als drittstärkster Werbeträger halten konnte. Über diesen Weg wurden 2,864 Milliarden Euro verdient.

Für das laufende Jahr rechnet der ZAW auf der Grundlage seiner Frühjahrsbefragung unter den 41 Mitgliedsverbänden mit einem Plus von einem Prozent bei den Investitionen in Werbung, inklusive Honorare für Agenturen, Werbemittelproduktion und Medienkosten. "Die Netto-Werbeumsätze werden aber kaum über die Stagnationslinie in die Wachstumszone hineinreichen - also bestenfalls bei der Umsatzhöhe des Jahres 2012 verharren", prognostizierte ZAW-Hauptgeschäftsführer Manfred Parteina.

ZAW gegen weitere Werberestriktionen


Um den Werbemarkt nicht noch stärker unter Druck zu setzen, forderte Parteina die Politik auf, "die Hände von der Werbung zu lassen". Es sei ein eklatanter Widerspruch, wenn die politischen Instanzen vor allem in der Europäischen Union ein großes nachhaltiges Programm zur Förderung der Kreativwirtschaft auflegen und gleichzeitig deren monetär stärksten Teil durch dirigistische Eingriffe immer weiter einengen. "Werberestriktionen müssen in Berlin wie in Brüssel runter von der Tagesordnung", so der Hauptgeschäftsführer abschließend.

 

Aktuelle Informationen zur wirtschaftlichen Lage der Zeitungen finden Sie ab sofort auch auf Twitter. Folgen Sie uns unter @bdzvpresse.

zurück