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25. Januar 2006 | Vertriebsmarkt

Wochenzeitungen legen weiter zu

IVW: 27,1 Millionen Zeitungen verkauft / Überregionale 1,5 Prozent im Plus / Sonstiger Verkauf geht zurück

Im vierten Quartal 2005 verkauften die deutschen Zeitungsverlage 27,16 Millionen Tages-, Wochen- und Sonntagszeitungen pro Erscheinungstag. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal bedeutet dies einen Rückgang von –2,51 Prozent. Die Zeitungen in den alten Bundesländern hatten dabei mit –2,46 Prozent weniger Verluste zu verzeichnen als die in Ostdeutschland: Hier belief sich der Rückgang auf –2,93 Prozent. In den vorangegangenen Quartalen 2005 war dieser Unterschied zwischen West und Ost deutlich stärker ausgefallen.

Bei den Tageszeitungen kam es im Vergleich mit dem vierten Quartal 2004 insgesamt zu Verlusten von –1,99 Prozent (-435.799 Exemplare) auf 21,41 Millionen Exemplare. Die lokalen und regionalen Abonnementzeitungen mussten ein Minus von 2,01 Prozent (West: -1,61 / Ost: -3,72 Prozent) verkraften. Die Auflage der Kaufzeitungen ging um –3,11 Prozent zurück. Die Gattung „überregionale Zeitungen“ gewann gegenüber dem vierten Quartal 2004 mit 1,48 Prozent (24.152 Exemplare) hinzu. Die Sonntagszeitungen beendeten das vierte Quartal mit starken Verlusten (-9,46 Prozent / 385.472 Exemplare). Dies ist auch auf die Einstellung eines Titels zurückzuführen. Die Gattung Wochenzeitungen gewann 6,26 Prozent (121.068 Exemplare) hinzu. Hier wurde ein Titel mit 92.000 verkauften Exemplaren neu aufgenommen.

Nach Vertriebswegen differenziert lässt sich feststellen, dass die Zeitungen bei den Abonnements (-2,25 Prozent) und beim Einzelverkauf (-3,18 Prozent) verloren haben; auch der sonstige Verkauf ist mit –3,55 Prozent zurückgegangen. Zuwächse gab es hingegen bei den Bordexemplaren (+1,99 Prozent / 7.333 Exemplare).

In der Kategorie Tageszeitungen gab es Abonnementverluste bei den lokalen und regionalen Titeln (-2,13 Prozent) und den überregionalen Zeitungen (-1,11 Prozent). Abonnementzuwächse konnten hingegen erneut die Kaufzeitungen mit +19,59 Prozent (25.744 Exemplare) verzeichnen. Die Sonntagszeitungen verloren deutlich (-16,53 Prozent); auch hier dürfte sich besonders die Einstellung der „HNA-Sonntagszeit“ in Kassel zum Ende des Jahres 2004 als eigenständiger Sonntagstitel bemerkbar machen. Die Wochenzeitungen gewannen erneut hinzu mit 6,30 Prozent (99.085 Exemplare).

Wie im Vorquartal kommen die Verluste im Einzelverkauf bei den Tageszeitungen ausschließlich im Westen zustande (-3,16 Prozent); dagegen gab es im Osten marginale Zuwächse (0,07 Prozent / 235 Exemplare). Insbesondere die überregionalen Zeitungen reüssierten im Einzelverkauf: Sie wuchsen im Westen um 3,15 Prozent, im Osten sogar um 56,52 Prozent an – letzteres allerdings auf einer im Vergleich niedrigen Basis (+1.084 Exemplare).

Bei den aufgrund ihrer hochwertigen Leserschaft eigens ausgewiesenen Bordexemplaren trifft weiterhin zu, dass die Zuwächse nur im Westen generiert werden (+3,23 Prozent) bei deutlichen Rückgängen im Osten (-12,26 Prozent). Das Minus im Osten entsteht ausschließlich durch Rückgänge bei lokalen/regionalen Zeitungen. Eine ausführliche Darstellung der Auflagenzahlen ist allen Mitgliedsverlagen der ZMG zugegangen.

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