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24. Juni 2002 | Anzeigenmarkt

Werbegeschäft geht weiter abwärts

Umfänge im ersten Quartal –16,5 Prozent / Einbrüche bei Stellenanzeigen von –45 Prozent

Das Werbegeschäft für die Zeitungen verlief auch im ersten Quartal 2002 schlecht. Die Umfänge bezahlter Anzeigen in lokalen und regionalen Abonnementzeitungen haben von Januar bis März 2002 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 16,5 Prozent abgenommen.

 

Die Zahl der Prospektbeilagen verringerte sich um 6,6 Prozent. Die Heftumfänge sind im Vergleich mit dem Vorjahresquartal um 6,0 Prozent zurückgegangen; dabei stand dem erheblichen Minus beim Anzeigenumfang (-15,6 Prozent) eine geringe Reduzierung der Textumfänge (-1,0 Pro-zent) gegenüber. Insgesamt verlief das erste Quartal 2002 noch weniger erfreulich als die Vorquartale. Neben der schlechten konjunkturellen Lage wird hierfür auch die Einführung des Euro und die damit einhergehende Kaufzurückhaltung bei den Kunden verantwortlich gemacht.

 

Weniger unterschiedlich als bisher verlief die Entwicklung nach Regionen. So wich die Geschäftsentwicklung in den westlichen und in den östlichen Bundesländern kaum noch von einander ab: Während im Westen die Anzeigenumfänge der lokalen und regionalen Abonnementzeitungen im ersten Quartal 2002 kumuliert 16,3 Prozent verloren, mussten im Osten Verluste von 18,3 Prozent verzeichnet werden.

 

Die negative Entwicklung der Anzeigenumfänge traf insbesondere hochauflagige Titel: Starke Verluste gab es in der Auflagenklasse bis 200.000 Exemplare (-22,1 Prozent) und über 200.000 Exemplare (-22,9 Prozent). Weniger starke Verluste mussten Zeitungen mit einer Auflage bis 25.000 Exemplare verkraften: Sie hatten ein Minus von 12,9 Prozent zu verzeichnen.

 

Betrachtet nach Anzeigensparten waren mit weitem Abstand die Stellenanzeigen (-44,5 Prozent) und die Immobilienanzeigen (-18,4 Prozent) für den Rückgang der Anzeigenumfänge verantwortlich. Es folgen Kraftfahrzeuganzeigen (-10,8 Prozent), überregionale Anzeigen (-9,5 Prozent), Veranstaltungen (-8,2 Prozent) und sonstige Anzeigen (-7,9 Prozent).

 

Unterscheidet man die Rubrikanzeigenmärkte ebenfalls nach West und Ost, so sind zum Beispiel in den neuen Ländern die Verluste bei lokalen Anzeigen, Immobilien und Kraftfahrzeuganzeigen sowie sonstigen Anzeigen deutlich höher als im Westen; dagegen fällt in den alten Ländern das Minus bei den Stellenanzeigen und bei Veranstaltungen sehr viel größer aus.

 

Eine ausführliche Dokumentation der Anzeigenstatistik ist für Mitglieder der ZMG zu beziehen über ZMG, Urszula Wrzeciono Telefon: 069/ 973822-48, E-Mail: planungsservice@zmg.de

 

Download der Anzeigenstatistik 1. Quartal 2002

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