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21. November 2003 | Anzeigenmarkt

Weiter Verluste im Werbegeschäft

Anhaltendes Tief an den Stellenmärkten/Überregionale Anzeigen im Plus

Das Werbegeschäft für die Zeitungen verläuft weiter unbefriedigend: Die Umfänge bezahlter Anzeigen in lokalen und regionalen Abonnementzeitungen haben von Januar bis September 2003 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 7,9 Prozent abgenommen. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2003 bedeutet dies gleichwohl eine leichter Besserung: Von Januar bis Juni hatte das Minus noch 8,6 Prozent betragen.

Die Zahl der Prospektbeilagen verringerte sich um 3,7 Prozent. Die Heftumfänge sind im Vergleich mit dem Vorjahr um 3,2 Prozent zurückgegangen; dabei wurden die Anzeigenteile (-7,3 Prozent) deutlich stärker reduziert als die redaktionellen Teile (-1,4 Prozent).

Die Geschäftsentwicklung in den westlichen und in den östlichen Bundesländern unterscheidet sich nur unwesentlich: Während im Westen die Anzeigenumfänge der lokalen und regionalen Abonnementzeitungen im Dreivierteljahr 2003 kumuliert 8,0 Prozent verloren, mussten im Osten Verluste von 7,5 Prozent verzeichnet werden. Nach Nielsen-Gebieten betrachtet, war das Anzeigengeschäft in Nielsen I mit –5,2 Prozent, Nielsen IIIa mit –6,5 Prozent und Nielsen VII mit –6,9 Prozent besser als der Durchschnitt; Nielsen IIIb bildete dagegen mit –12,1 Prozent das Schlusslicht.

Die negative Entwicklung der Anzeigenumfänge traf insbesondere hochauflagige Titel: Einmal mehr musste die Auflagenklasse über 200.000 Exemplare mit –13,2 Prozent starke Verluste verkraften. Alle übrigen Auflagenklassen lagen beim Durchschnitt oder sogar darunter. So hatten die Zeitungen mit einer Auflage bis 25.000 Exemplare –5,7 Prozent an Verlusten zu verzeichnen; bis 50.000 Exemplare waren es –6,3 Prozent; in der Auflagenklasse 125.000 bis 200.000 Exemplare –6,7 Prozent.

Betrachtet nach Anzeigensparten waren erneut mit weitem Abstand die Stellenanzeigen (-38,3 Prozent) für den Rückgang der Anzeigenumfänge verantwortlich. Auch Immobilienanzeigen (-10,9 Prozent), Kfz-Anzeigen (-10,6 Prozent) und Veranstaltungsanzeigen (-10,9 Prozent) trugen zum negativen Ergebnis bei. Wenig Verluste gab es dagegen bei den sonstigen Anzeigen (-2,7 Prozent), Lokalanzeigen (-0,2 Prozent) und Reiseanzeigen (-0,5 Prozent). Im Plus bewegen sich dagegen die Familienanzeigen (+1,2 Prozent) und die überregionalen Anzeigen (0,4 Prozent).

Unterscheidet man die Rubrikanzeigenmärkte nach West und Ost, ergeben sich hier immer noch deutliche Unterschiede. So sind zum Beispiel in den neuen Bundesländern die Verluste bei Reiseanzeigen deutlich höher, überregionale Anzeigen verzeichnen weiterhin ein Minus. Dagegen fällt in den alten Bundesländern das Minus bei den Stellenanzeigen und den Kfz-Anzeigen erheblich größer aus.

Eine ausführliche Dokumentation der Anzeigenstatistik ist für Mitglieder der ZMG zu beziehen über: ZMG, Alexander Horwarth, Telefon 069/973822-16, E-Mail horwarth@zmg.de.

 

Download der Anzeigenstatistik 3. Quartal 2003 - Excel

 

Download der Anzeigenstatistik 3. Quartal 2003 - PDF

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