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20. Februar 2004 | Anzeigenmarkt

Verluste im Werbegeschäft halten an

Anzeigenumfänge gingen 2003 um 6,7 Prozent zurück / Bei Lokalanzeigen und Familienanzeigen leichtes Plus

Das Werbegeschäft für die Zeitungen verläuft nach wie vor unter negativen Vorzeichen: Die Umfänge bezahlter Anzeigen in lokalen und regionalen Abonnementzeitungen haben 2003 im Vergleich zum Vorjahr um 6,7 Prozent abgenommen. Insgesamt verloren die Zeitungen in den vergangenen drei Jahren damit durchschnittlich 31,7 Prozent an Anzeigenumfängen.

Die Zahl der Prospektbeilagen verringerte sich um vier Prozent. Die Heftumfänge sind im Vergleich mit dem Vorjahr um 2,2 Prozent zurückgegangen; dabei wurden die Anzeigenteile (-5,7 Prozent) deutlich stärker reduziert als die redaktionellen Teile (-0,7 Prozent).

 

Die Geschäftsentwicklung in den westlichen und in den östlichen Bundesländern unterscheidet sich unwesentlich: Während im Westen die Anzeigenumfänge der lokalen und regionalen Abonnementzeitungen 2003 -6,6 Prozent verloren, mussten im Osten Verluste von -7,1 Prozent verzeichnet werden. Nach Nielsen-Gebieten betrachtet, war das Anzeigengeschäft in Nielsen I mit –4,1 Prozent, Nielsen II mit minus sechs Prozent und Nielsen IIIa mit –6,2 Prozent besser als der Durchschnitt; Nielsen IIIb bildete dagegen mit minus zehn Prozent das Schlusslicht.

 

Die negative Entwicklung traf insbesondere hochauflagige Titel: Erneut musste die Auflagenklasse über 200.000 Exemplare mit –11,1 Prozent starke Verluste verkraften. Auch die Auflagenklasse bis 200.000 Exemplare lag mit –7,4 Prozent über dem Durchschnitt; alle übrigen Auflagenklassen zeigten dagegen unterdurchschnittliche Verluste. So hatten die Zeitungen bis 25.000 Exemplare Auflage und bis 50.000 Exemplare Auflage jeweils –4,6 Prozent minus.

Betrachtet nach Anzeigensparten wiesen die Stellenanzeigen einmal mehr (-35,8 Prozent) den stärksten Rückgang auf. Auch Kfz-Anzeigen (-9,5 Prozent), Immobilienanzeigen (-9,2 Prozent) und Veranstaltungsanzeigen (-8,8 Prozent) trugen zum negativen Ergebnis bei. Wenig Verluste gab es dagegen bei den überregionalen Anzeigen (-3,2 Prozent), sonstigen Anzeigen (-1,3 Prozent) und Reiseanzeigen (-0,9 Prozent). Lokalanzeigen (+1,0 Prozent) und Familienanzeigen (+0,4 Prozent) haben aufs Jahr gesehen sogar ein leichtes Plus erzielt. Unterscheidet man die Rubrikanzeigenmärkte nach West und Ost, zeigen sich hier nach wie vor deutliche Unterschiede. So sind zum Beispiel in den neuen Bundesländern die Verluste bei überregionalen und Reiseanzeigen deutlich höher; dagegen fällt in den alten Bundesländern das Minus bei den Stellenanzeigen und den Kfz-Anzeigen sehr viel größer aus.

 

Es lohnt auch ein Blick auf den prozentualen Anteil der Anzeigen am Gesamtumfang: So hatte beispielsweise der Stellenmarkt, der im Jahr 2000 noch mehr als 18 Prozent am Anzeigenmarkt ausmachte, mittlerweile nur noch 8,7 Prozent Anteil und steht in seiner Bedeutung damit hinter Immobilienanzeigen, sonstigen Anzeigen und Familienanzeigen. Deutlich gewachsen ist der Anteil der Lokalanzeigen am Gesamtumfang auf 37,5 Prozent. Im Jahr 2000 hatte der Anteil 29,8 Prozent betragen.

 

Eine ausführliche Dokumentation der Anzeigenstatistik ist für Mitglieder der ZMG zu beziehen über: ZMG, Alexander Horwarth, Telefon: 069/ 973822-16, E-Mail: horwarth@zmg.de

 

Download der Anzeigenstatistik 4. Quartal 2003 - Excel

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