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27. Oktober 2008 | Vertriebsmarkt

Überregionale Zeitungen und Wochentitel stabil

IVW: Zeitungsauflagen bei 25,6 Millionen Exemplaren/Verluste im Einzelverkauf/ Zuwächse bei Bordexemplaren

Im dritten Quartal 2008 haben die deutschen Zeitungsverlage 25,8 Millionen Tages-, Wochen- und Sonntagszeitungen pro Erscheinungstag verkauft. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal bedeutet dies einen Rückgang um -2,5 Prozent. Die Zeitungen in den alten Bundesländern waren dabei mit -2,2 Prozent weniger stark betroffen als die ostdeutschen Titel; hier belief sich der Rückgang auf -5 Prozent.

Bei den Tageszeitungen kam es im Vergleich mit dem dritten Quartal 2007 insgesamt zu Ver­lusten von -2,5 Prozent (-511.585 Exemplare) auf 20,1 Millionen Exemplare. Die lokalen und regio­nalen Abonnementzeitungen mussten einen Rückgang von -1,9 Prozent (West -1,6 Prozent/ Ost -3,4 Prozent) verkraften. Die Auflage der Kaufzeitungen fiel um fünf Prozent (-232.011 Exemplare). Die überregionalen Zeitungen blie­ben stabil (-447 Exemplare). Die Sonntagszeitun­gen beendeten das dritte Quartal 2008 mit -4,2 Prozent (-155.753 Exemplare). Stabil zeigte sich auch die Gattung Wochenzeitungen (-0,05 Pro­zent/ -955 Exemplare).

Nach Vertriebswegen differenziert lässt sich feststellen, dass die Zeitungen wie in den Vor­quartalen bei den Abonnements unterdurch­schnittlich (-1,6 Prozent) und stark im Einzelver­kauf (-6,7 Prozent) verloren haben. Im Plus lag der sonstige Verkauf (vier Prozent/ 30.890 Exemplare). Die Bordexemplare legten erneut zweistellig zu um 22,3 Prozent (103.381 Exem­plare).

In der Kategorie Tageszeitungen gab es Abon­nementverluste bei den lokalen und regionalen Titeln (-2 Prozent) und den überregionalen Zei­tungen (-1,9 Prozent); die Kaufzeitungen gewan­nen beim Abonnement hingegen erneut hinzu mit 3,1 Prozent (5.449 Exemplare). Auch die Wo­chenzeitungen weisen wie im vorangegangenen Quartal zusätzliche Abonnements auf (0,5 Pro­zent/ 7.714 Exemplare). Die Sonntagszeitungen hingegen verloren leicht an regelmäßigen Ab­nehmern (-0,2 Prozent/ -1.846 Exemplare).

Beim Einzelverkauf gab es wie in den vorange­gangenen Quartalen in den Kategorien Tages­zeitungen (-5,8 Prozent) und Sonntagszeitungen (-8,5 Prozent) Verluste. Aber auch die Wochen­zeitungen mussten im dritten Quartal 2008 Rück­gänge verzeichnen (-7,8 Prozent). Negative Aus­reißer waren, prozentual betrachtet, die Wochen­zeitungen in Ostdeutschland (-16,9 Prozent/ -1.408 Exemplare) und die Sonntagszeitungen mit -100 Prozent. Hier wirkt sich, wie im Übrigen auch bei den Abonnements, aus, dass die „Morgenpost für Sachsen am Sonntag“ von der IVW nicht mehr separat ausgewiesen wird und in die Kauf­zeitungsauflage einfließt. Die in den Vorquartalen zu beobachtenden starken Rückgänge bei den überregionalen Zeitungen im ostdeutschen Ein­zelhandel traten diesmal hingegen nicht auf, wie überhaupt der Rückgang im Einzelverkauf vor allem auf die Kaufzurückhaltung in West­deutschland zurückzuführen ist.

Auch beim sonstigen Verkauf gibt es in Ost­deutschland einmal mehr bemerkenswerte Aus­reißer: So wuchsen hier die überregionalen Zei­tungen um 86,6 Prozent, die Wochenzeitungen um 19,5 Prozent. Bei den aufgrund ihrer hoch­wertigen Leserschaft eigens ausgewiesenen Bordexemplaren gab es in West starke Zu­wächse (22,8 Prozent), in Ost einen leichten Rückgang (-2,5 Prozent). Hier konnten insgesamt in allen Kategorien deutlich mehr Exemplare ab­gesetzt werden als im dritten Quartal 2007.

Eine ausführliche Darstellung der Auflagen­zahlen ist allen Mitgliedsverlagen der ZMG zuge­gangen.

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