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22. April 2010 | Vertriebsmarkt

IVW: 24,7 Millionen verkaufte Zeitungen pro Erscheinungstag im 1. Quartal

Aboverkäufe bleiben stabil / Einzelverkäufe stark rückläufig

Im ersten Quartal 2010 haben die deutschen Zeitungsverlage 24,66 Millionen Tages-, Wochen- und Sonntagszeitungen pro Erscheinungstag verkauft, und damit nur 0,25 Prozent (59.429 Exemplare) weniger als im vorangegangenen Quartal. Verglichen mit dem entsprechenden Vorjahresquartal bedeutet dies einen Rückgang um 2,72 Prozent (-689.671 Exemplare). Nicht mitgezählt in der Gesamtauflage werden die rund 87.000 E-Paper-Ausgaben, die gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal einen Zuwachs von 13,4 Prozent verzeichnen konnten.

startbild ZeitungenBei Tageszeitungen kam es im Vergleich mit dem ersten Quartal 2009 zu Verlusten von 2,58 Prozent (-515.730 Exemplare) auf 19,45 Millionen Exemplare. Die lokalen und regionalen Abonnementzeitungen mussten einen Rückgang von 2,2 Prozent (West 2,0/Ost 3,0) verkraften. Die Auflage der Kaufzeitungen fiel um 4,0 Prozent (-170.235 Exemplare). Die überregionalen Zeitungen agierten über dem Durchschnitt und verloren nur 2,16 Prozent an Auflage (35.339 Exemplare) auf 1,6 Millionen verkaufte Exemplare. Die Sonntagszeitungen beendeten das erste Quartal 2010 mit -3,6 Prozent (-120.920 Exemplare). Auch die Wochenzeitungen bewegten sich im Minus (-2,62 Prozent/ -53.021 Exemplare), konnten damit aber den starken Auflagenverlust des vergangenen Quartals stoppen (IV/2009: -5,1 Prozent).

Aboverkäufe bleiben stabil

Bei der Betrachtung der Vertriebswege ist festzustellen, dass die Zeitungen bei den Abonnements deutlich unterdurchschnittlich (1,75 Prozent) und im Einzelverkauf stärker (5,65 Prozent) verloren haben. Die sonstigen Verkäufe beendeten das Quartal mit einem kleinen Minus von 0,9 Prozent. Deutlich zulegen konnten wie bereits im vorangegangenem Jahr die Bordexemplare (+1,82 Prozent/ 9.703) auf 543.548 verkaufte Exemplare.

verkaufte Auflage I 2010In der Kategorie Tageszeitungen gab es Abonnementverluste bei den lokalen und regionalen Titeln (1,97 Prozent) und den überregionalen Zeitungen (2,36 Prozent). Die Kaufzeitungen gewannen beim Abonnement erneut hinzu (5,18 Prozent/ +9.632 Exemplare). Damit konnte der positive Trend der vergangenen Monate fortgesetzt und ausgebaut werden, im vierten Quartal des vorangegangenen Jahres hatte das Plus bereits 3,2 Prozent betragen. Leichte Zuwächse im Abo hatten auch die Sonntagszeitungen (1,11 Prozent) zu verzeichnen, wo hingegen die Wochenzeitungen 1,76 Prozent ihrer Abonnenten verloren. Beim Einzelverkauf wiesen im ersten Quartal alle Kategorien ein Minus aus: Tageszeitungen -5,06 Prozent; Sonntagszeitungen -6,48 Prozent; Wochenzeitungen -12,93 Prozent.

Bordexemplarauflage steigt deutlich

Entwicklung Auflagen I 2010Der Sonstige Verkauf der Tageszeitungen ging um 0,90 Prozent (8.443 Exemplare) zurück. Die lokalen und regionalen Abo-Zeitungen meldeten Verluste (-2,48 Prozent / -10.113 Exemplare), ebenso die Überregionalen Zeitungen (2,47 Prozent / -3.893 Ex.), während die Kaufzeitungen Gewinne verbuchen konnten (+7,82 Prozent / +8.833 Exemplare). Zuwächse beim Sonstigem Verkauf hatten auch die Sonntagszeitungen (+1,21 % / 1.184 Exemplare), während die Wochenzeitungen Rückgänge zu verzeichnen hatten (2,68 Prozent / -4.454 Exemplare).

 

Bei den aufgrund ihrer attraktiven, mobilen Leserschaft eigens ausgewiesenen Bordexemplaren wurde für alle Zeitungen ein Zuwachs von 1,82 Prozent (+9.703 Exemplare) festgestellt. Dabei meldeten die lokalen und regionalen Abo-Titel ein Plus von 11,74 Prozent (5.554 Exemplare), die Überregionalen Zeitungen von 2,95 Prozent, die Kaufzeitungen von 0,98 Prozent und die Wochenzeitungen von 3,05 Prozent. Die Bordauflage der Sonntagszeitungen (-2,96 Prozent) gestaltete sich dagegen rückläufig.

 

Eine ausführliche Darstellung der Auflagenzahlen ist allen Mitgliedsverlagen der ZMG zugegangen.

Ort: Berlin

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