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02. November 2012 | Vertriebsmarkt

E-Paper weiter im Aufwind

Print + E-Paper: 22,8 Millionen verkaufte Exemplare pro Erscheinungstag

Themen: IVW, Vertrieb

Die E-Paper der deutschen Zeitungen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Nachdem sie Mitte 2012 noch knapp an der 200.000er Marke gescheitert waren, übersprangen sie diese im dritten Quartal deutlich. Mit nunmehr 227.669 verkauften Exemplaren meldeten die 121 Verlage einen neuen Rekordwert an die IVW. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Zuwachs von 51,4 Prozent oder 77.428 Exemplaren; und zu September 2010 eine Verdoppelung.

e paper 2012Insgesamt verkauften die deutschen Zeitungsverlage im dritten Quartal 22,8 Millionen Tages-, Wochen- und Sonntagszeitungen pro Erscheinungstag (E-Paper + Print). Die Tageszeitungen kamen auf 18,02 Millionen Exemplare. Davon entfielen 12,95 Millionen auf die lokalen und regionalen Abonnementzeitungen, gut 3,56 Millionen auf die Kaufzeitungen und weitere 1,5 Millionen auf die zehn überregionalen Blätter. Zum gleichen Zeitpunkt verbuchten die Wochenzeitungen 3,08 Millionen regelmäßige Verkäufe und die Sonntagzeitungen fanden wöchentlich 1,75 Millionen Käufer.


Nach wie vor bleibt das Abonnement das Rückgrat der Verlage. Auf diesem Vertriebsweg wurden 15,48 Millionen Exemplare und damit zwei Drittel der Zeitungsauflage abgesetzt. Besonders wichtig war das Abogeschäft für die Lokal- und Regionalzeitungen (11,83 Millionen Exemplare), was 91 Prozent ihrer Gesamtauflage entsprach. Dahinter folgten prozentual die Wochenzeitungen (83 Prozent / 1,46 Millionen Exemplare), die überregionalen Blätter und die Sonntagszeitungen. Sie verbreiteten 59 beziehungsweise 35 Prozent ihrer Auflage über diesen Kanal. Weniger von Bedeutung war das Abo hingegen für die Boulevardzeitungen, die hierrüber nur knapp sechs Prozent ihrer Exemplare an den Käufer brachten (208.000 Exemplare).

Beim Kioskgeschäft zeigte sich – erwartungsgemäß – ein ganz anderes Bild. Hier führten die Kaufzeitungen die Statistik deutlich an (3,17 Millionen Exemplare / 89 Prozent). Die Überregionalen kamen auf 209.078 Exemplare – und damit weniger als im Bordexemplar-Geschäft. Die lokalen und regionalen Abonnementzeitungen setzten im Einzelgeschäft 658.269 Exemplare ab, die Wochenzeitungen 127.000 und die Sonntagszeitungen 1,72 Millionen Exemplare. Insgesamt entfielen auf diesen Vertriebsweg 5,88 Millionen Ausgaben, also gut ein Viertel der Gesamtauflage.

Weitere 850.622 Exemplare wurden als Sonstiger Verkauf und 627.225 als Bordexemplare verbucht, die aufgrund ihrer besonders mobilen und attraktiven Leserschaft gesondert ausgewiesen werden. Neben den Überregionalen waren vor allem die Sonntagezeitungen in diesem Segment besonders stark (181.124 Exemplare / sechs Prozent).

Den Mitgliedern der ZMG ist eine detaillierte Auswertung zugegangen.

Ort: Berlin

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