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13. November 2012 | Allgemeines

E-Paper weiter im Aufwind

IVW III 2012: 22,8 Millionen verkaufte Exemplare pro Erscheinungstag

Die E-Paper-Ausgaben der deutschen Zeitungen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Nachdem sie Mitte 2012 noch knapp an der 200.000er Marke gescheitert waren, übersprangen sie diese mit nun 227.669 verkauften Exemplaren (von 121 meldenden Verlagen) im dritten Quartal deutlich. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Zuwachs von 51,4 Prozent oder 77.428 Exemplaren; zum dritten Quartal 2010 eine Verdoppelung.

Insgesamt verkauften die deutschen Zeitungsverlage im dritten Quartal 22,8 Millionen Tages-, Wochen- und Sonntagszeitungen pro Erscheinungstag (E-Paper + Print). Die Tageszeitungen kamen auf 18,02 Millionen Exemplare. Davon entfielen 12,95 Millionen auf die lokalen und regionalen Abonnementzeitungen, gut 3,56 Millionen auf die Kaufzeitungen und weitere 1,5 Millionen auf die zehn überregionalen Blätter. Zum gleichen Zeitpunkt verbuchten die Wochenzeitungen 3,08 Millionen verkaufte Ausgaben; die Sonntagszeitungen fanden wöchentlich 1,75 Millionen Käufer.

Im Abonnement wurden 15,48 Millionen Exemplare und damit zwei Drittel der Zeitungsauflage abgesetzt. Besonders wichtig ist das Abogeschäft für die Lokal- und Regionalzeitungen, die auf diesem Vertriebsweg 11,83 Millionen Exemplare/ 91 Prozent ihrer Gesamtauflage verkauften. Die Wochenzeitungen setzten 83 Prozent / 1,46 Millionen Exemplare im Abonnement ab, die überregionalen Titel erzielten eine abonnierte Auflage von 59 Prozent ihrer Gesamtverkäufe, die Sonntagszeitungen 35 Prozent. Von geringer Bedeutung ist das Abo hingegen für die Boulevardzeitungen, die auf diesem Weg knapp sechs Prozent ihrer Exemplare an den Käufer brachten (208.000 Exemplare).
Beim Einzelverkauf zeigt sich – erwartungsgemäß – ein ganz anderes Bild. Hier führen die Kaufzeitungen die Statistik deutlich an (3,17 Millionen Exemplare / 89 Prozent). Die Überregionalen kommen im dritten Quartal 2012 auf 209.078 Exemplare. Die lokalen und regionalen Abonnementzeitungen setzten im Einzelgeschäft 658.269 Exemplare ab, die Wochenzeitungen 127.000 und die Sonntagszeitungen 1,72 Millionen Exemplare. Insgesamt entfielen auf diesen Vertriebsweg 5,88 Millionen Ausgaben, also gut ein Viertel der Gesamtauflage.
Weitere 850.622 Exemplare wurden als Sonstiger Verkauf und 627.225 als Bordexemplare verbucht, die aufgrund ihrer besonders mobilen und attraktiven Leserschaft gesondert ausgewiesen werden. Neben den überregionalen Titeln waren vor allem die Sonntagszeitungen in diesem Segment besonders stark (181.124 Exemplare / sechs Prozent). Den Mitgliedern der ZMG ist eine detaillierte Auswertung zugegangen.

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