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22. Januar 2014 | Vertriebsmarkt

Auflagen: Knapp 500.000 verkaufte E-Paper

Abonnement bleibt Rückgrat der Verlage

Themen: Vertrieb, IVW

Die E-Paper-Verkaufszahlen der deutschen Zeitungen haben im vierten Quartal 2013 einen neuen Rekordwerte erreicht. Nachdem die Verlage im Vorquartal noch 436.362 verkaufte Exemplare meldeten, waren es nunmehr 483.216. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet dies einen Zuwachs von über 75 Prozent oder 207.351 Exemplaren; und zu Ende 2010 eine Vervierfachung. Auch die Zahl der Zeitungstitel, die überhaupt digitale Faksimile anbieten, stieg erneut (IV/2013: 172 / 2012: 124).

Entwicklung E Paper IV 2009 2013Insgesamt verkauften die deutschen Zeitungsverlage im vierten Quartal 21,67 Millionen Tages-, Wochen- und Sonntagszeitungen pro Erscheinungstag (E-Paper + Print). Die Tageszeitungen kamen auf 17,1 Millionen Exemplare. Davon entfielen 12,79 Millionen auf die lokalen und regionalen Abonnementzeitungen, gut 3,12 Millionen auf die Kaufzeitungen und weitere 1,19 Millionen auf die überregionalen Zeitungen. Im vierten Quartal 2013 fanden die Wochenzeitungen 1,75 Millionen Käufer und die Sonntagzeitungen 2,83 Millionen.

Nach wie vor bleibt das Abonnement das Rückgrat der Verlage. Auf diesem Vertriebsweg wurden 15,17 Millionen Exemplare und damit mehr als zwei Drittel der Zeitungsauflage abgesetzt. Besonders wichtig war das Abogeschäft für die Lokal- und Regionalzeitungen (11,57 Millionen Exemplare), was knapp 91 Prozent ihrer Gesamtauflage entsprach. Dahinter folgten prozentual die Wochenzeitungen (84 Prozent / 1,47 Millionen Exemplare), die überregionalen Blätter und die Sonntagszeitungen. Sie verbreiteten 65 beziehungsweise 39 Prozent ihrer Auflage über diesen Kanal. Weniger von Bedeutung war das Abo hingegen für die Boulevardzeitungen, die hierrüber nur knapp acht Prozent ihrer Exemplare an die Käufer brachten (234.000 Exemplare). Gegenüber dem vierten Quartal 2012 bedeutet dies jedoch einen Anstieg um knapp neun Prozent.

Beim Kioskgeschäft zeigte sich – erwartungsgemäß – ein ganz anderes Bild. Hier führten die Kaufzeitungen die Statistik deutlich an (2,7 Millionen Exemplare / 86,5 Prozent). Die Überregionalen kamen auf 140.601 Exemplare. Die lokalen und regionalen Abonnementzeitungen setzten im Einzelgeschäft 596.873 Exemplare ab, die Wochenzeitungen 105.858 und die Sonntagszeitungen 1,45 Millionen Exemplare, was in dieser Gruppe 51 Prozent der Auflage entsprach. Insgesamt entfielen auf diesen Vertriebsweg 4,99 Millionen Ausgaben, also knapp ein Viertel der Gesamtauflage.

Weitere 994.118 Exemplare wurden als Sonstiger Verkauf und 530.302 als Bordexemplare verbucht, die aufgrund ihrer besonders mobilen und attraktiven Leserschaft gesondert ausgewiesen werden. Neben den Überregionalen waren vor allem die Sonntagezeitungen in diesem Segment besonders stark (179.392 Exemplare / sechs Prozent).


Den Mitgliedern der ZMG ist eine detaillierte Auswertung zugegangen.

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