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Zielgruppe Kinder immer wichtiger

Kinder werden als Zielgruppe für die Zeitungen immer wichtiger.[1] Das zeigte die zweite Chefredakteurs­befragung, die der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) Ende 2006 durchführte und an der sich 152 Verlage beteiligten.[2] 76 Prozent bemühen sich um die Jüngsten, vorwiegend mit redaktionellen Aktionen wie einer Kinderseite, täglichen Kindernachrichten, Comics oder Vorlesegeschichten. Insgesamt 70 Prozent haben Redaktionelles für Kinder im Blatt, 13 Prozent sogar täglich. Am beliebtesten ist die Kinderseite, die bei rund 60 Prozent der Zeitungen erscheint, teilweise mit jahrzehntelanger Tradition: Die älteste Kinderseite stammte von 1948. Einige Verlage wagen auch den Schritt ins Internet: Immerhin 6 Prozent bieten Kindern Online-Angebote, beispielsweise Geschichten, Online-Spiele oder Rätsel.

Dass Kinder als Zielgruppe bedeutsamer geworden sind, zeigt auch ein Vergleich mit der Umfrage aus dem Jahr 2004. Blieb der Anteil der Verlage mit Kinderseite gleich, stieg doch der Anteil derjenigen, die Beilagen veröffentlichen, von 4 auf 8 Prozent und die Zahl der Verlage mit Online-Angebote kletterte von 1 auf 6 Prozentpunkte. Dass immer häufiger Kindernachrichten ins Blatt genommen werden, spricht ebenfalls für einen Bedeutungszuwachs. 10 Prozent der Verlage haben täglich eine Spalte mit Extra-Nachrichten für Kinder im Blatt. Dabei werden aktuelle politische Themen kindgerecht aufbereitet, teilweise mit Rätseln garniert. Demgegenüber ist die Zahl der Verlage gesunken, die heutzutage Kindern noch nichts anbieten: Waren es 2004 noch 29 Prozent, liegt der Anteil heute 5 Prozentpunkte niedriger.

Auch jenseits von redaktionellen Angeboten sind Kinderangebote von Verlagen auf dem Vormarsch. 34 Prozent bieten Projekte für Grundschüler an, die meisten davon jährlich. 20 Prozent veranstalten „Kinder-Unis“, Aktionen, bei denen Kinder für einen Tag das Studentenleben ausprobieren und Extra-Vorlesungen von Hochschulprofessoren besuchen. Sowohl die Grundschulprojekte als auch die Kinder-Universitäten haben in den letzten Jahren einen regelrechten Boom erfahren. Noch in den Kinderschuhen stecken Kindergarten-Projekte, bei denen Vorschulkinder spielerisch die Zeitung kennenlernen. Zum Stand der Befragung waren 7 Verlage hier aktiv. 

Trotz des Bedeutungszuwachs reichen die Aktionen für Kinder im Umfang noch nicht an die Aktivitäten für Jugendliche heran.[3] Gegenüber rund 60 Prozent der Verlage mit Kinderseiten werden Jugendseiten von knapp 70 Prozent veröffentlicht. Im Internet stehen bei 18 Prozent der Zeitungen Websites für jugendliche User bereit. Beilagen erscheinen bei 9 Prozent, Schulprojekte werden von 66 Prozent durchgeführt – gegenüber der Umfrage 2004 war hier ein Rückgang zu verzeichnen.

Wenngleich Verlage mit zahlreichen Aktionen um junge Leser werben – teilweise werden sogar Kinder-Pressekonferenzen veranstaltet, Hörbücher produziert oder Museumsführungen organisiert – schöpfen sie ihre Möglichkeiten noch längst nicht aus. Gerade im Online-Sektor besteht die Gefahr, dass Kinder und Jugendliche an der Marke Zeitung vorbeisozialisiert werden. Das Internet stellt für das seriöse, glaubwürdige Medium Zeitung eine Chance dar, Plattformen zu schaffen, die Eltern unbedenklich ihren Kindern empfehlen können.

 

Download Ergebnisse der BDZV-Chefredakteursbefragung:

Jugendaktivitäten BDZV Umfrage 2006

Kinderakativitäten BDZV Umfrage 2006

Wer? Was? Wo? – Angebote für junge Leser

Zeitungen entdecken Kinder als Zielgruppe

 

[1] Die Zielgruppe Kinder wurde im Fragebogen auf „bis ca. 12 Jahre“ eingegrenzt.

[2] Die erste Befragung wurde 2004 gemeinsam mit der Zeitungs Marketing Gesellschaft (ZMG) durchgeführt. Die Ergebnisse können auf der BDZV-Homepage unter http://www.bdzv.de/junge_leser_umfrage.html abgerufen werden. Die Rücklaufquote der aktuellen Erhebung liegt bei 62 Prozent. Insgesamt wurden 242 Fragebögen an die Chefredakteure der BDZV-Mitgliedsverlage verschickt.

[3] Die Zielgruppe Jugend wurde im Fragebogen auf „ca. 13 bis 21 Jahre“ eingegrenzt.