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Jährlich erhebt der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest Daten zur Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen.

„KIM“, die Untersuchung zu Kindern und Medien, ist 1999 zum ersten Mal durchgeführt worden. Die jüngsten Ergebnisse stammen aus dem Jahr 2006. Angelegt ist die Studie als repräsentative Befragung von 6- bis 13-Jährigen, allerdings finden auch Interviews mit den „Haupterziehern“ statt. Insgesamt nahmen 2006 etwa 1.200 Zielpersonen an der Untersuchung teil. Die Kinder wurden in mündlich-persönlichen Interviews befragt, während ihre Erzieher/innen schriftlich Fragen beantworteten.

Erfasst werden unter anderem Freizeitaktivitäten, Themeninteressen, Medienausstattung und Medienbesitz der Kinder wie auch ihre Medienbindung. Der Schwerpunkt der Studie liegt auf der Bedeutung von Computer und Internet, die mittlerweile selbstverständlich zum Alltag der 6- bis 13-Jährigen gehören. 89 Prozent der Kinder haben zu Hause einen Computer zur Verfügung, 17 Prozent sogar einen eigenen. Rund 60 Prozent der 6- bis 7-Jährigen haben bereits erste Erfahrungen mit dem Computer gemacht – Tendenz mit wachsendem Alter steigend. Von den 6- bis 13-Jähren sind 81 Prozent bereits mit dem Computer in Berührung gekommen. Internet ist in 81 Prozent der Haushalte mit Kindern vorhanden. Kein Wunder also, dass rund 60 Prozent der Kinder regelmäßig online gehen. Sind es bei den Unter-Achtjährigen lediglich 18 Prozent, liegt die Zahl der Internetnutzer bei den 8- bis 9-Jährigen bereits bei 46 Prozent, bei den 10-Jährigen bei etwa 80 Prozent. 

Auch Printmedien haben ihren Platz im Kinderalltag: Ein Viertel der Kinder nutzt regelmäßig die Zeitung. Insgesamt hatten 62 Prozent der Haushalte, in denen Kinder aufwachsen, im Jahr 2006 eine Tageszeitung abonniert. 50 Prozent der Kinder liest in der Freizeit Bücher, Zeitschriften werden von 45 Prozent mindestens ein Mal pro Woche genutzt.

Gegenstand von KIM sind auch die Medienkompetenz und die medienpraktischen Fertigkeiten. Rund jedes zehnte Kind hat bereits eine Zeitung miterstellt. Von denen, die hier noch keine Erfahrungen gemacht haben, würden gern etwa 20 Prozent einmal bei der Produktion einer Zeitung mithelfen.

Die Forschungsergebnisse können im Internet eingesehen und auch heruntergeladen werden: http://www.mpfs.de.

   





   
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