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Acht Präsidenten in 60 Jahren

Zurück ins Gründungsjahr 1954: Erster Präsident des BDZV wurde Dr. Hugo Stenzel, Verleger und Herausgeber der „Frankfurter Neuen Presse“ (FNP). Die Biografie des aus dem Rheinland stammenden promovierten Staatswissenschaftlers und Publizisten spiegelt ein Stück wechselvoller deutscher Geschichte wider. Stenzel musste, nachdem ihm die Nationalsozialisten Berufsverbot erteilt hatten, mit einer Leihbücherei in Kassel seinen Lebensunterhalt verdienen. Nach Kriegsende machte er vorübergehend Karriere in der hessischen Polizeiverwaltung, bevor ihm die Amerikaner eine Lizenz für die FNP erteilten. Auf Stenzel, der bis 1963 amtierte, folgte der „Rheinische Post“-Verleger Dr. Anton Betz (1963-1967). Von 1968 bis 1970 stand Dr. Hellmut Girardet („General-Anzeiger“, Wuppertal) an der Verbandsspitze. Professor Dr. Johannes Binkowski  („Schwäbische Post“, Aalen) führte den BDZV von 1970 bis 1980. Sein Nachfolger war bis 1984 Professor Alfred Neven DuMont („Kölner Stadt-Anzeiger“, „Express“). Auf ihn folgte Rolf Terheyden („Bocholter-Borkener Volksblatt“), an seine Stelle trat 1992 Wilhelm Sandmann (Mediengruppe Madsack, Hannover), und seit 2000 ist Helmut Heinen (Herausgeber der „Kölnischen Rundschau“, Mitgesellschafter des Berliner Verlags) BDZV-Präsident.

In 60 Jahren nur acht Präsidenten: ein Zeichen von Kontinuität. Ein Merkmal, das auch auf das von dem Verband vertretene Produkt zutrifft. Die Zeitung in all ihren Spielarten und in einem hoch diversifizierten Informationsund Serviceangebot sei das „Leitmedium Deutschlands“ geblieben, konnte der BDZV auf seiner jüngsten Jahrespressekonferenz befriedigt feststellen. In einer zunehmend fragmentierten Medienwelt sei die Zeitung der „Kommunikationsriese“. Die Zeitungsmarken erreichten über alle Kanäle hinweg mehr als 57 Millionen Menschen in Deutschland.

Alle BDZV-Führungen stimmten darin überein: Die wichtigste Aufgabe der Verbandsarbeit ist die Wahrung der Unabhängigkeit der Presse. Und fundamentale Voraussetzung für ein unabhängigesPressewesen ist die wirtschaftliche Stabilität der Verlage. Anders als andere wirtschaftliche Interessenvertretungen hat die Gemeinschaft der Zeitungsverleger nie nach Staatszuschüssen oder Subventionen gerufen. „Solche Vorstellungen“, sagt Präsident Helmut Heinen, „sind mit dem Selbstverständnis unabhängiger Arbeit unvereinbar. Der Staat kann nur über gute wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen ein pressefreundliches Klima schaffen.“ Dem liefen aber manche „wohlgemeinten“ politischen Initiativen wie Werbebeschränkungen für bestimmte Produkte zuwider. Immer wieder, nicht nur in der Konzentrationsdebatte, musste der BDZV gegen fragwürdige Versuche ankämpfen, in das Innenleben der Zeitungen einzugreifen, ob von staatlicher Seite her oder durch Ansprüche gesellschaftlicher Gruppen.