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Preisträger 2011

Quelle: Ostsee-Zeitung

Der zum zweiten Mal ausgeschriebene Bürgerpreis der deutschen Zeitungen geht an Birgit und Horst Lohmeyer aus Jamel. Das hat die Chefredakteurs-Jury beim Zeitungskongress des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) in Berlin entschieden. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert. Die Jury würdigte mit der Auszeichnung das Engagement der Lohmeyers gegen gewalt-bereite Neonazis im Landkreis Nordwestmecklenburg. Horst Lohmeyer - von Beruf Klempner und Musiker aus Neigung - hatte 2007 erstmals unter dem Motto "Jamel rockt den Förster" zum Rockfestival "für Demokratie und Toleranz" geladen. Das Rock-gegen-Rechts-Festival findet seither alljährlich statt.

Birgit Lohmeyer:

Birgit Lohmeyer wurde 1985 in Hamburg geboren. Die Dipl.-Pädagogin mit Schwerpunkt „außerschulische Jugend- u. Erwachsenenbildung, Kriminologie und Devianzpädagogik“ arbeitete über viele Jahre im Bereich Suchtprävention und -beratung. Seit 1998 ist sie freiberuflich tätig als Autorin und Dozentin für literarisches Schreiben. Birgit Lohmeyer veröffentlichte eigene belletristische Stücke (unter dem Namen Birgit H. Hölscher): Romane (bei Espresso, Scherz, Axel Springer) und Kurzgeschichten (u. a. bei Gerstenberg, Rowohlt, Piper, Scherz, Aufbau, Edition Nautilus). 2000 wurde sie mit "Marlowe" der Raymond-Chandler-Gesellschaft für die beste deutschsprachige Kriminalkurzgeschichte und 2005 mit dem Deutschen Kurzkrimi-Preis ausgezeichnet.

Horst Lohmeyer:

Der 1956 geborene Horst Lohmeyer stammt ebenfalls aus Hamburg, und ist gelernter Gas- und Wasserinstallateur und Musiker. Seit 1986 ist er freiberuflich tätig: Musikunterricht und Bandtraining beim Präventionsprojekt „Lass 1.000 Steine rollen“, Anleiter in einem Wiedereingliederungsprojekt für Jugendliche, Entwurf und Produktion von Designmöbeln in eigener Firma, Tätigkeit als Objektemacher und Klangkünstler. Seit 2005 Beschäftigung als Tanz- und Unterhaltungsmusiker in mehreren Bands.

Für ihren ehrenamtlichen Einsatz wurden die Lohmeyers Anfang 2011 vom Zentralrat der Juden mit dem Paul-Spiegel-Preis ausgezeichnet.

Der BDZV hat erstmals im Jahr 2010 den Preis für herausragendes bürger-schaftliches Engagement ausgeschrieben. Ausgezeichnet als "Deutschlands Bürger/Bürgerin des Jahres" werden entweder Einzelpersonen oder Gruppen oder Institutionen, die sich in Deutschland lokal, regional oder auch mit bundesweitem Anspruch bürgerschaftlich engagieren beziehungsweise die in Deutschland etwas Großes geleistet haben.

Vorschläge für den Bürgerpreis der deutschen Zeitungen können aus-schließlich durch die Zeitungen eingereicht werden. Die Jury besteht aus allen Chefredakteuren der BDZV-Mitgliedsverlage. "Die Chefredakteure entscheiden täglich, was auf die Titelseite kommt. Sie sind deshalb die ideale Jury", betonte BDZV-Präsident Helmut Heinen anlässlich der Bekanntgabe des Preisträgers. Die Auszeichnung wird jährlich vergeben. Erster Preisträger war der Düsseldorfer Cellist und Gründer des Obdachlosenhilfswerks "Gemeinsam gegen Kälte" Thomas Beckmann.

  • Verleihung Bürgerpreis der Zeitungen:
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Kein Ort für Nazis - Die Bürger des Jahres im Portrait.

Für ihren Einsatz gegen rechte Gewalt erhalten Horst und Birgit Lohmeyer den Bürgerpreis der Deutschen Zeitungen. Für die Chefredakteure des Landes sind die beiden beispielstiftend für einen Einsatz für eine bessere Gesellschaft.

Grußwort von Helmut Heinen anlässlich der Verleihung des Bürgerpreises der deutschen Zeitungen an Birgit und Horst Loymeyer am 29.02.2012 in Berlin

Es gilt das gesprochene Wort

Grußwort von Helmut Heinen, Präsident Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger, anlässlich der Verleihung des Bürgerpreises der deutschen Zeitungen an Birgit und Horst Lohmeyer

Gegen Neonazis oder rechte Gewalt zu sein. ist leicht. Diesen Widerstand auch konsequent zu zeigen und zu leben, kann sehr schwer sein. Darüber wollen wir heute Morgen sprechen. Herzlich willkommen zur Verleihung des Bürgerpreises der deutschen Zeitungen!

Warum ein Bürgerpreis? Zeitungen sind ja nicht allein Chronisten: Natürlich berichten sie, was notwendig ist zu wissen, Aktuelles aus allen Bereichen der Gesellschaft. Und sie legen gerade auch dann den Finger in die Wunde, wenn es Schwierigkeiten gibt. Das ist ihre Aufgabe. Aber sie begleiten eben auch all die erfreulichen Ereignisse und Entwicklungen vor Ort, in der Region, im Land. Manchmal stoßen sie solche erfreulichen Entwicklungen sogar gemeinsam mit ihren Lesern an.

Als wir Zeitungsverleger im Jahr 2010 diese Auszeichnung stifteten, hatten wir daher mehrere Ziele vor Augen. Zum einen wollten wir Personen oder Institutionen würdigen, die sich in unserem Land für andere Menschen oder für eine große Idee engagieren und damit Vorbild sind. Sei es in der Wirtschaft, in Sport, Politik, Kunst, Medien oder im sozialen Bereich.

Zum anderen wollten wir - wie die Mehrzahl unserer Zeitungen in Deutschland - dabei die Stärken unserer so unterschiedlichen Regionen widerspiegeln und einen Preisträger auszeichnen, der zwar lokal verwurzelt sein mag, der zugleich aber bundesweit ein Beispiel geben kann.

Die Wahl liegt in den Händen der größten und kompetentesten Jury, die wir aufbieten können - nämlich in die Hände der Chefredakteure an unseren Zeitungen. Wer wüsste wohl besser Bescheid über die Sehnsüchte und Wünsche der Menschen als gerade die Zeitungen und ihre Macher, die Tag für Tag das Zeitgeschehen reflektieren, kommentieren und die im ständigen Dialog mit ihren Lesern stehen? Und das ja längst nicht mehr nur in gedruckter Form, sondern auch online und mobil, 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche.

Tatsächlich fielen die Antworten auch wieder ganz unterschiedlich aus, als wir im September zum zweiten Mal die Chefredakteure um Vorschläge für eine mögliche Preisträgerin oder einen Preisträger baten. Es waren namhafte Persönlichkeiten darunter. Es waren aber eben auch zahlreiche gar nicht prominente oder allenfalls lokal bekannte Persönlichkeiten dabei:

- aus Lübeck war das zum Beispiel eine Studentin, die gemeinsam mit ihren Kommilitonen den Erhalt der Universität Lübeck gegen die sparsamen Landespolitiker erstritt,

- aus Berlin war das eine Pflegemutter, die neben zwei eigenen auch noch 34 Pflegekinder betreut und großgezogen hat,

- oder in Geislingen war es ein Ehepaar, das Kinder und junge Leute von der Straße holt und zum Tanzen bringt.

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