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Alle Nominierten 2012

Kurzporträts der vorgeschlagenen Kandidaten/Organisationen alphabetisch geordnet nach dem Titel der Zeitung.

Allgäuer Zeitung (Kempten), Vorgeschlagen: Klaus Meyer

Hilfe für Menschen mit Behinderung: Klaus Meyer (69), engagiert sich seit 32 Jahren ehrenamtlich für den Verein Lebenshilfe. Seit 1988 ist er Vorstand des Kemptener Standorts, seit 1998 stellvertretender Vorsitzender des Landesverbands Bayern. Der Vater einer geistig behinderten Tochter wirbt um Inklusion, die nach seiner Erfahrung heute wesentlich besser gelingt als vor 20 oder 30 Jahren. Den Verzicht auf Freizeit und viele Urlaubstage für sein Ehrenamt erklärt der frühere Angestellte in der evangelischen Kirchenverwaltung mit dem persönlichen Gewinn: „Es ist eine wertschätzende Aufgabe. Wenn man etwas Gutes tun und Menschen helfen kann, ist das sehr bereichernd. Ich habe diesem Lebensabschnitt viel zu verdanken.“

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Berliner Morgenpost, Vorgeschlagen: Siegfried Müller

Verkehrserziehung für Kinder: Der pensionierte Polizist Siegfried Müller zeigt Neuköllner Kindern, wie man sich im Straßenverkehr richtig verhält. Der 79-Jährige gibt fast täglich – in Uniform – ehrenamtlich Unterricht. Vier bis 14 Jahre alt sind die knapp 30.000 Kinder, die bei Müller und seinen Teamkollegen Straßenverkehr im Kleinformat simulieren, Straßenschilder und Regeln kennen lernen und ihre Radfahrprüfung ablegen.

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Darmstädter Echo, Vorgeschlagen: Malteser Migranten Medizin (MMM)

Arzt der Armen: Der Internist Wolfgang Kauder (70) hat mithilfe der Malteser und unterstützt von der Leitung des Marienhospitals in Darmstadt seit seiner Pensionierung die „Malteser Migranten Medizin“ (MMM) aufgebaut. Behandelt werden hier unentgeltlich Deutsche und Ausländer ohne Krankenschein. Im Lauf von sechs Jahren haben Initiator Kauder und die von ihm für die gute Sache angeworbenen Kollegen rund 4.000 Patienten aus 85 Ländern helfen können. Wichtig war für den Internisten auch die Zusicherung der Polizei, in seiner Praxis nicht nach Ausländern mit fehlender Aufenthaltserlaubnis zu fahnden.

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Hamburger Abendblatt, Vorgeschlagen: Hamburger Spendenparlament

Gemeinsam die Welt verbessern: seit 1996 existiert in Hamburg das Spendenparlament. Die mittlerweile mehr als 3.300 Mitglieder spenden monatlich fünf Euro (gern auch mehr) und erhalten im Gegenzug dreimal im Jahr die Möglichkeit, darüber abzustimmen, welche sozialen Projekte in ihrer Heimatstadt Hamburg gefördert werden sollen. In den vergangenen 16 Jahren stimmten die Mitglieder über 892 Projekte ab, die mit insgesamt 7,7 Millionen Euro augestattet wurden. Eine Initiative, die sich sehr gut auch auf andere Städte und Gemeinden übertragen lässt.

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Hildesheimer Allgemeine Zeitung, Vorgeschlagen: Das Organisationsteam des Hildesheimer Olympiacamps

Kinder für Sport begeistern: Jedes Jahr zum Ende der Sommerferien treiben knapp 600 Kinder in Hildesheim fünf Tage lang gemeinsam Sport. 19 Sportarten bietet das - laut „Hildesheimer Allgemeiner Zeitung“ in Deutschland einmalige – Olympiacamp an. 260 Betreuer kümmern sich um die Jungen und Mädchen, die dem Camp häufig über mehrere Jahre die Treue halten. Sponsoren kommen aus der lokalen Wirtschaft. Das Ziel: Kindern Spaß an der Bewegung und am Miteinander vermitteln, den Olympischen Gedanken verbreiten und talentierten jungen Sportlern helfen.

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Leipziger Volkszeitung, Vorgeschlagen: Gabi Edler und Bernd Bleck

Anlaufstelle für Straßenkinder: Seit fast einer Dekade ist der Straßenkinder-Verein in Leipzig für Kinder und junge Leute da. Rund 7.000 Euro aus Mitgliederbeiträgen und vor allem Spenden müssen monatlich zusammenkommen, damit täglich unter anderem 60 Mahlzeiten an die 13- bis 20-jährigen Gäste ausgegeben werden können. Auch um Lehrstellen kümmern sich die drei festen und zahlreichen ehrenamtlichen Helfer des Vereins für ihre Schützlinge. Vorbildlich: Der Straßenkinderverein hat an 364 Tagen geöffnet, nur am 1. Januar bleiben die Türen zu.

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Mainzer Allgemeine Zeitung/Wiesbadener Kurier, Vorgeschlagen: Nora Weisbrod

Hilfe für Afrika: Nora Weisbrod (28) hat 2003 noch als Jugendliche den gemeinnützigen Verein „Aktion Tagwerk“ mitgegründet, der zunächst in Rheinland-Pfalz und mittlerweile im gesamten Bundesgebiet die Aktion „Dein Tag für Afrika“ organisiert. Dabei arbeiten Schülerinnen und Schüler freiwillig einen Tag lang für Unternehmen oder auch bei Freunden und Bekannten; das Entgelt kommt Bildungsprojekten für Kinder in Ruanda, Burundi und Südafrika zugute. Am „Tag für Afrika 2012“ beteiligten sich rund 200.000 Schülerinnen und Schüler, die 1,4 Millionen Euro für den guten Zweck erarbeiteten und dabei zugleich selbst wertvolle Erfahrungen in der Arbeitswelt sammeln konnten. Als Geschäftsführerin der Aktion ist Nora Weißbrot für die gesamte Vorbereitung, Koordination und Durchführung der Aktionen verantwortlich. Sie wird dabei lediglich von einem kleinen Team junger Männer und Frauen unterstützt, die meist ein freiwilliges Soziales Jahr absolvieren. Durch regelmäßige Reisen in Krisengebiete informiert Nora Weißbrod sich nicht nur über die Situation vor Ort, die Notwendigkeit von Hilfe und die Effizienz der Hilfsleistungen; dank ihrer engen Zusammenarbeit mit der Hilfsorganisation „Human Help Network“ gelingt es ihr auch, den Verwaltungsaufwand auf ein Minimum zu begrenzen.

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Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung, Lokalausgabe Wesel, Vorgeschlagen: Dagmar Ewert-Kruse

Rekonstruktion des historischen Rathauses: Zehn Jahre lang kämpfte Dagmar Ebert-Kruse mit vielen Ehrenamtlichen für die Rekonstruktion der spätgotischen historischen Rathausfassade in Wesel. Die in Deutschland einzigartige Fassade (ab 1455) war im Zweiten Weltkrieg durch Bomben zerstört worden. Mehr als 1,4 Millionen Euro an Bürgerspenden flossen in den insgesamt gut drei Millionen Euro teuren Wiederaufbau. Der Empfehlung mancher Gegner des Projekts, das Geld besser in soziale Aktivitäten zu stecken, widerspricht die frühere Lehrerin Ewert-Kruse aus Überzeugung. Leute, die so dächten, seien zwar ehrenwert, sie unterschätzten aber, was Kunst und Kultur bewirken können.

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Neue Ruhr/ Rhein Zeitung, Lokalausgabe Niederrhein, Vorgeschlagen: Hildegard Peters

Nächstenliebe: Hildegard Peters (49), gelernte Altenpflegerin aus Kevelaer, kümmert sich seit 15 Jahren um den schwerbehinderten Torsten Körwers. Inzwischen ist sie auch gesetzliche Betreuerin des Mannes, der im Rollstuhl sitzt, nicht sprechen und kaum greifen kann. Gemeinsam reisen die beiden nach Lourdes; einmal im Monat verbringt Thorsten Körwers das Wochenende bei Hildegard Peters. Beide machen deutlich, dass dies nicht die Geschichte einer besonderen Freundschaft, sondern einer besonderen Liebe ist.

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Nürnberger Nachrichten, Vorgeschlagen: Sengül Obinger

Befreiung aus der Abhängigkeit: Die türkischstämmige Nürnbergerin Sengül Obinger erlebte die bildungsferne Isolation der Migranten-Parallelwelt, sie wurde zwangsverheiratet, misshandelt und beinahe Opfer eines Ehrenmordes, bevor sie sich schließlich selbst aus dem Martyrium befreien konnte. Nun hat sie ein Buch geschrieben. „Löwinnenherz“ erzählt nicht nur die Geschichte ihres abenteuerlichen Lebens, es ist auch ein Plädoyer für eine aktive Integrationspolitik.

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Rhein-Zeitung (Koblenz), Vorgeschlagen: Achim Lauer – Initiative „Wir machen mit“

Opferhilfe: Achim Lauer, Arzt aus Hahnstätten, engagiert sich persönlich und über Hilfsvereine für Menschen in Not. So betreut er medizinisch nicht nur seit zwölf Jahren Obdachlose in einer Wiesbadener Teestube, sondern setzt sich auch in der von ihm mitgegründeten, länderübergreifenden Initiative der Verbandsgemeinde Hahnstätten und Aarbergen „Wir machen mit“ für Menschen in Not ein. Dazu zählen die Tsunami-Opfer in Sri Lanka ebenso wie tibetische Flüchtlinge in Nepal oder die vom Erdbeben betroffenen Kinder in Haiti. Achim Lauer ist für seine ehrenamtliche Arbeit mit der Verdienstmedaille des Landes geehrt worden.

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Waldeckische Landeszeitung/Frankenberger Zeitung, Vorgeschlagen: Stephan Eisfeld

Kind mit Down-Syndrom in der Familie: Zwei Söhne, eine kleine Tochter – der Frankenberger Arzt Stephan Eisfeld und seine Frau Beatrix Tittmann haben eine völlig normale Familie, auch wenn die fünfjährige Bettty etwas anders ist. Sie kam mit Down-Syndrom zur Welt. Ihre Eltern und die großen Brüder erleben das kleine Mädchen als ein „glückliches und gut gelauntes Kind“, das sich seine Welt im eigenen Rhythmus erobert. Die Familie will anderen werdenden Eltern „Mut machen, sich für Kinder zu entscheiden, die nicht perfekt sind“.

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Weser-Kurier/Bremer Nachrichten, Vorgeschlagen: Uwe Schröter/Präventionsrat Bremen-Nord

Gewaltfreie Schulen: Uwe Schröter, Leiter der Polizeiinspektion Nord und Sprecher des Präventionsrates, sorgt mit Vertretern aus 40 lokalen Institutionen und Einrichtungen für die Verbesserung der Lebensqualität im Norden Bremens. Die Idee des Netzwerks: Im Bedarfsfall können alle Beteiligten zügig an einen Tisch geholt und Probleme schnell gelöst werden. Das nächste Ziel der seit acht Jahren existierenden Einrichtung ist die Etablierung von gewaltfreien Schulen in Bremen-Nord, nach dem Vorbild der Schwesterstadt Bremerhaven. Schröter will jedoch noch mehr bewirken. Allen jungen Leuten, die sich an die Spielregeln ihrer Schule gehalten haben, soll ein Ausbildungsplatz vermittelt werden. Seine Überzeugung: Die Netzwerke sind der Schlüssel in der Region.

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Westdeutsche Zeitung (Düsseldorf), Vorgeschlagen: Helmut Hermanns

Kämpfer gegen Krebs: Helmut Hermanns, Kaufmann aus Langenfeld, gründete 1979 die Elterninitiative Kinderkrebsklinik Düsseldorf. Auslöser war die Erkrankung seines drei Jahre alten Sohnes Mark an Leukämie. Seither kamen rund 40 Millionen Euro zusammen, die in Ausstattung und Fachpersonal der Kinderkrebsstation an der Uniklinik Düsseldorf geflossen sind. Derzeit entsteht ein Elternhaus, in dem Verwandte während der Behandlung ihrer Kinder übernachten können.

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Westfalenpost, Lokalausgabe Hohen-Limburg, Vorgeschlagen: Bettina Landgrafe

Hilfe für Ghanas vergessene Kranke: Bettina Landgrafe (30), Krankenschwester aus Hagen, stellt seit gut zehn Jahren ihr Leben und ihr Können in den Dienst kranker Menschen in Ghana. Im Dorf Apewu ließ sie einen Brunnen bohren, baute eine Schule und einen Kindergarten und renovierte die verkommene Busch-Klinik des Örtchens. Mittlerweile hilft sie auch Leprakranken und Kindersklaven am Voltasee. Aus der Krankenschwester ist eine Entwicklungshelferin geworden, die einen eigenen Verein ins Leben gerufen hat [Madamfo-Ghana (Freund-Ghanas)] und Spenden sammelt, um verteilt auf das ganze Land Projekte umzusetzen. Der Stamm der Ashanti hat die junge Frau aus Dankbarkeit zur Königin(mutter) ernannt.

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Allgemeine Zeitung Coesfeld, Vorgeschlagen: Valentina Tropmann

Hilfe für Aussiedler in Deutschland: Valentina Tropmann, schwerbehinderte Aussiedlerin aus Kasachstan, kam 1990 mit ihren Eltern nach Coesfeld. Statt über ihre eigene Behinderung zu klagen, unterstützt Tropmann liegend, mit Telefon und Computer, Aufbau und Pflege freundschaftlicher Verbindungen zwischen deutschen und weißrussischen Kindern und Erwachsenen. Mit ihrer Sprache leistet sie einen Beitrag zur Völkerverständigung und erleichtert als ehrenamtliche Dolmetscherin und Begleiterin für Aussiedler in Coesfeld die Eingewöhnung in Deutschland. Tropmann ist für ihr ungewöhnliches Engagement mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden.

 

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Braunschweiger Zeitung, Vorgeschlagen: "Das Wunder von Braunschweig"

Anonymer Spender: „Zeitung wirkt“- das beweist ein anonymer Spender, dessen Großzügigkeit seit bald einem Jahr die Menschen in Braunschweig, dann in Deutschland und weit darüber hinaus bewegt. Der Urheber des „Wunders von Braunschweig“ spendete anonym inzwischen mehr als 200.000 Euro. Das Geld platzierte er in Briefkästen, hinter Gebetsbüchern, unter Türmatten. Und stets war es ein beigelegter Artikel der „Braunschweiger Zeitung“, der die Zweckbestimmung des Geldes anzeigte. Offensichtlich hatte die Berichterstattung der Lokalredaktion über verdienstvolle, aber hoffnungslos unterfinanzierte Initiativen den geheimnisvollen Bürger so gerührt, dass er jeweils Beträge um 10.000 Euro verschenkte. Dazu die Redaktion: „Man kann ohne jede Übertreibung sagen: Ohne die Tageszeitung hätte es das Wunder so wenig gegeben wie ohne den Spender.“

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Gießener Anzeiger, Vorgeschlagen: Anna Mettbach

Auschwitz-Überlebende und Zeitzeugin: Anna Mettbach (86), Sintezza und Überlebende des Konzentrationslagers Auschwitz, wohnt seit 1945 in Gießen und hat viele Jahre als Zeitzeugin dafür gewirkt, dass vergangenes Unrecht nicht in Vergessenheit gerät. 1992 veranlassten die Brandanschläge in Mölln Anna Mettbach, erstmals öffentlich aufzutreten. „Als wieder Menschen verbrannt wurden, war es meine Pflicht, vor jungen Menschen zu sprechen“, sagt sie. Seither erinnerte sie als Zeitzeugin in Schulen, an der Universität sowie bei Veranstaltungen an den Völkermord an Sinti und Roma. Ihre Lebensgeschichte schrieb sie unter dem Titel „Wer wird die nächste sein?“ auf. Anna Mettbach ist mit der Hedwig-Burgheim-Medaille der Stadt Gießen und der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden.

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Heilbronner Stimme, Vorgeschlagen: Gerlinde Bauer/Verein Procare

Familienpflege: Familienhelferin Gerlinde Bauer unterstützt schwerkranke Mütter mit kleinen Kindern. Je nach der familiären Situation kann zur täglichen Arbeit Kekse backen mit Kindern ebenso zählen, wie das Melken und Stallausmisten im bäuerlichen Betrieb. Was die Mütter entlastet, tut der gesamten Familie gut. Dabei empfindet die Familienpflegerin die Schmerzen beispielsweise krebsgeplagter Eltern als viel belastender als ihre eigentliche Arbeit. Die Kunst einer ambulanten Familienpflegerin besteht darin, als Familienmitglied auf Zeit die Balance zu finden zwischen professioneller Anteilnahme und den Anforderungen des eigenen Lebens.

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Kreiszeitung (Syke), Vorgeschlagen: Annegret Löhr/ Eine-Welt-Forum Weyhe

Annegret Löhr (63), Mutter von drei Kindern und Lehrerin im Ruhestand, hat mit Lehrerkollegen vor 20 Jahren das Eine-Welt-Forum in Weyhe gegründet. Hier kamen bis heute 2,86 Millionen Euro zusammen, die der Verein in das mozambikanische Schulwesen investierte. Bis 2008 konnten mit Partnern acht Grundschulen in den Armenvierteln der Hauptstadt Maputo ganz oder zu Teilen finanziert werden. Gelder aus Weyhe flossen außerdem in Kindergärten sowie in den Neubau einer Sekundarschule mit Internat. Hier werden jährlich mittlerweile 20.000 Schüler im Drei-Schicht-System unterrichtet.

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Mittelbayerische Zeitung (Regensburg), Vorgeschlagen: Dr. Johann Vielberth

Unternehmer, Stifter, Mäzen: Dr. Johann Vielberth (80) begründete als Initiator und Investor Projekte und Standorte, die heute Tausende Menschen beschäftigen, etwa das Donau-Einkaufszentrum und den Gewerbepark in Regensburg. Daneben etablierte er 1992 zur Förderung internationaler Wissenschaftler die Universitätsstiftung Hans Vielberth sowie 1995 die Regensburger Universitätsstiftung, die als Dachorganisation für Einzelstiftungen Modellcharakter besitzt. Es folgten 2003 die Universitätsstiftung für Immobilienwirtschaft Hans Vielberth als Anstoß zum Aufbau des Studienzweigs Immobilienwirtschaft sowie 2011 ein neues Hörsaalgebäude auf dem Regensburger Campus. Die „Mittelbayerische Zeitung“ zitiert den Unternehmer mit den Worten „Wir können als Bürger unser Gemeinwesen nur weiter voranbringen, wenn wir selbst etwas tun.“

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Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung, Lokalausgabe Rheinberg, Vorgeschlagen: Cornelia Tepaß

Verantwortung als Betreuer übernehmen: Cornelia Tepaß (55) ist seit mehr als 25 Jahren die gesetzliche Betreuerin ihrer jüngeren Schwester Gisela Bolduan. Gisela lebt in einem Wohnverbund mit Werkstatt, in dem sie auch gefördert wird. Regelmäßige Besuche der in der Nähe wohnenden größeren Schwester, Feste und Ausflüge stärken den Familienzusammenhalt. Cornelia Tepaß möchte mit ihrer Geschichte andere Menschen ermutigen, Verantwortung als Betreuer für Familienmitglieder oder Freunde zu übernehmen.

Neue Ruhr/ Rhein Zeitung, Vorgeschlagen: Memory-Klinik in Essen

Kriegserinnerungen bewältigen: In Altenheimen und geriatrischen Kliniken leiden viele alte Menschen unter den Erinnerungen in der Nazizeit. Was sie als junge Menschen erlebt und erlitten haben, wurde zunächst verdrängt und kehrt nun massiv zurück. Professor Hans Georg Nehen, seit 27 Jahren Chef des Geriatriezentrums Haus Berge in Essen, versucht, durch Therapieangebote und den bewussten Einsatz von Schlafmitteln, diesen alten Menschen zu helfen. Er meint: „Das wichtigste ist, zunächst das Schweigen zu durchbrechen. Die Menschen damals haben das viel zu lange mit sich selbst ausgemacht. Heute gibt es gute Therapien, man muss nur früh damit anfangen.“

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Nordsee-Zeitung (Bremerhaven), Vorgeschlagen: Karlheinz Michen

Knochenmarkspender gesucht: Karlheinz Michen (61) hat in Bremerhaven seit 2003 mit Mitstreitern 43 Typisierungsaktionen für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) auf die Beine gestellt. Auslöser war die Geschichte des zweijährigen Leon, der 2003 an Leukämie erkrankte und für den sich in der Stadt kein Spender fand. Seither kämpft Michen für das Leben und überredet öffentlichkeitswirksam ganze Löschzüge der Feuerwehr und komplette Fußballmannschaften dazu, sich typisieren zu lassen. Immer verbunden mit der Botschaft: Leben retten kann so einfach sein.

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Rheinische Post (Düsseldorf), Vorgeschlagen: Peter Hesse

Hilfe für Haiti: Der Düsseldorfer Unternehmer Peter Hesse unterstützt seit 1981 Menschen auf Haiti. Seine Stiftung „Solidarität in Partnerschaft für EINE Welt in Vielfalt“ (seit 1983) ermöglicht(e) den Bau von Montessori-Vorschulen für sozial benachteiligte Kinder, ferner die Ausbildung von Montessori-Vorschullehrerinnen, demnächst die Errichtung eines Lehrerinnen-Ausbildungszentrums. Neben Spendengeldern hat Peter Hesse eine Millionen Euro aus eigenen Mitteln für die Förderprojekte in Haiti aufgebracht.

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Treuchtlinger Kurier, Vorgeschlagen: Zekarias Kebraeb

Bootsflüchtling hilft Schicksalsgenossen: Zekarias Kebraeb (26) kam vor vier Jahren als Bootsflüchtling aus Eritrea nach Deutschland. In Treuchtlingen machte er seinen Schulabschluss und veröffentlichte gemeinsam mit einer Journalistin die Geschichte seiner Flucht und des Kampfs um eine Zukunft in der neuen Heimat Deutschland. Heute ist Kebraeb deutscher Staatsbürger und arbeitet als Botschafter der Deutschlandstiftung Integration in Berlin. Unter anderem will er mit Blogs und Lesungen Verständnis wecken, damit andere Flüchtlinge in Deutschland künftig weniger Ablehnung erleben.

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Die Welt (Berlin), Vorgeschlagen: Olaf Kappelt

Gegen das Vergessen:Olaf Kappelt (58) interessierte sich schon als Schüler für das Fortleben früherer NSDAP-Mitglieder nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Allerdings suchte er sie nicht wie die später zu internationalem Ansehen gelangte Beate Klarsfeld in der alten Bundesrepublik, sondern in der DDR. Sein „Braunbuch DDR“ räumte, wenn man es denn lesen und wissen wollte, mit der Legende auf, dass der Arbeiter- und Bauernstaat alle Nazis aus ihren Ämtern entfernt hatte. In der Folge begann sich das Ministerium für Staatssicherheit für Kappelt zu interessieren. Der Beitrag in „Die Welt“ mit dem Titel „Zweierlei Nazi-Jäger“ beleuchtet Position und Arbeit Olaf Kappelts im Spiegel der Aktivitäten Beate Klarsfelds.

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Westdeutsche Allgemeine Zeitung (Essen), Vorgeschlagen: Heike Stutz

Einsatz für Leukämie-Patienten: Heike Stutz, Mitarbeiterin der WAZ in Essen, hatte vor Jahren ihr Blut typisieren lassen, um womöglich einem Leukämiekranken durch eine Stammzellenspende das Leben zu retten. Dieser Fall ist mittlerweile eingetreten, Heike Stutz konnte einem jungen schwedischen Patienten helfen. Mit Ihrem Beispiel will sie anderen Menschen Mut machen, sich ebenfalls als Knochenmarkspender zur Verfügung zu stellen.

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Westfälische Rundschau (Dortmund), Vorgeschlagen: Hans Stumm/ Kathrin Lange mit dem Verein Flaschenkinder in Iserlohn

Hilfe für Kinder von Alkoholikern: Kathrin Lange und Hans Stumm betreiben in Iserlohn den Verein „Flaschenkinder“. Sein Ziel: Kinder, deren Eltern an Alkoholismus erkrankt sind, einen Weg zu zeigen, mit der Krankheit besser umzugehen. Denn sie alle eint nicht nur das gleiche Schicksal, sondern auch die gleichen Folgen: Sie erleben selten eine sorglose und glückliche Kindheit, leiden unter Schuldgefühlen, müssen früh Verantwortung übernehmen – und haben als Erwachsene später häufig selbst Alkoholprobleme, Beziehungsschwierigkeiten oder ein Helfersyndrom. Der Verein „Flaschenkinder“ will Signale setzen, damit diese Kinder nicht länger überhört und übersehen werden können.

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Westfalenpost (Hagen), Vorgeschlagen: Herbert Shenkman

Überlebender des Holocaust: Herbert Shenkman (88), wurde als 19-Jähriger mit seiner Mutter und seinen Großeltern aus seiner Heimatstadt Hagen nach Theresienstadt deportiert. Es folgten die Konzentrationslager Auschwitz und Buchenwald. Nach dem Krieg wanderte Shenkman in die USA aus und kehrte 1986 nach Deutschland zurück; heute lebt er mit seiner Frau in Berlin. Vor Hagener Gymnasiasten wie auch in einem bewegenden Interview für die „Westfalenpost“ gibt Shenkman als Zeitzeuge Auskunft über die Jahre der Judenverfolgung durch die Nazis, Deportation und Lagerhaft. „Die Gleichgültigkeit der Menschen war für mich das Schlimmste“, sagt Herbert Shenkman.

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