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BDZV verleiht Bürgerpreis der Zeitungen an Rupert Neudeck

Fotos: BDZV/David Ausserhofer

 „Die Rolle, die die Medien und gerade auch unsere Zeitungen als Berichterstatter über Kriegs- und Krisengebiete spielen, kann gar nicht hoch genug geschätzt werden. Wenn in vielen Regionen dieser Erde Menschen Opfer von nie gekannter Gewalt und Unterdrückung werden, sind es die Journalisten, die für die notwendige Aufklärung sorgen.“ Das sagte Helmut Heinen, Präsident des BDZV, am 26. Februar in Berlin anlässlich der Verleihung des Bürgerpreises der deutschen Zeitungen an Rupert Neudeck. Die Jury – alle Chefredakteure der im BDZV organisierten Verlage – hatte dem Gründer der Hilfsorganisation Cap Anamur/Deutsche Notärzte e.V. und  des Friedenskorps Grünhelme die mit 20.000 Euro dotierte Ehrung für sein unermüdliches Engagement für Flüchtlinge und Menschen in Not zugesprochen.

Der Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz, Heiko Maas,  würdigte Rupert Neudeck vor gut 150 geladenen Gästen aus Politik und Medien in Berlin als eine Persönlichkeit, die „uns mit ihrer eigenen Lebensgeschichte sehr anschaulich vermittelt, dass Flucht keine Wahl ist, sondern ein Schicksal. Die Verleihung des Bürgerpreises an Rupert Neudeck ist ein starkes Zeichen dafür, Menschen zu helfen, die ihre Heimat verlassen müssen. Rupert Neudeck hat vielleicht das Größte geleistet, was ein Mensch überhaupt tun kann: Menschenleben retten.“  

"Wer etwas Großes auf dieser Welt beginnen will, darf sich nicht auf die Zuständigen und die Experten verlassen", betonte Rupert Neudeck. Die Zuständigen seien der Tod einer humanitären Aktion. Das gelte ebenso für all die klugen Experten, „die einen dazu bringen, ein riskantes Unternehmen abzublasen, obwohl es für die Betroffenen lebensrettend sein kann“. Neudecks Anspruch: „Nach dem großen Loch in unserer Geschichte müssen wir uns immer in Mut-Form halten und dürfen nie wieder feige sein.“

Bisher als Bürger des Jahres gewürdigt wurden 2010 Thomas Beckmann (nominiert von der "Rheinischen Post", Düsseldorf), 2011 das Ehepaar Birgit und Horst Lohmeyer (nominiert von der "Ostsee-Zeitung", Rostock),  2012 Nora Weisbrod, (nominiert von "Allgemeiner Zeitung", Mainz, und "Wiesbadener Kurier"), und Gaby Wentland (nominiert vom „Hamburger Abendblatt“).  Der Solo-Cellist Beckmann hat die in 100 deutschen Städten aktive Obdachlosenhilfe-Organisation "Gemeinsam gegen Kälte" gegründet. Birgit und Horst Lohmeyer engagieren sich in dem Örtchen Jamel (Mecklenburg-Vorpommern) gegen Neonazis und rechte Gewalttäter. Nora Weisbrod unterstützt als Gründerin und Geschäftsführerin der „Aktion Tagwerk“ Bildungsprojekte für Kinder und Jugendliche in Ruanda, Burundi und Südafrika. Gaby Wentland kümmert sich mit der von ihr ins Leben gerufenen „Mission Freedom“ um zwangsprostituierte Mädchen und junge Frauen. Bei dem aktuellen Preisträger handelt es sich um eine Nominierung des „Kölner Stadt-Anzeigers“.

Ausgezeichnet als „Deutschlands Bürger/Bürgerin des Jahres“ werden Personen, die auch jenseits ihrer eigentlichen Profession Herausragendes für die Gesellschaft leisten. Die deutsche Nationalität ist ausdrücklich nicht Voraussetzung.

Kontakt: BDZV, Anja Pasquay, pasquay(at)bdzv.de, Tel. mobil 0170/ 8011142

(Fotos: BDZV/David Ausserhofer)

Impressionen von der Verleihung

Die Preisträger (2014 - 2010)