Anzeigenmarkt 2009: Gleichbleibende Verluste
Plus bei Handelsanzeigen/ Situation am Arbeitsmarkt sorgt weiter für Minus bei Stellenanzeigen
Dabei verlief die Geschäftsentwicklung in West- und Ostdeutschland ähnlich: in den alten Bundesländern gingen die Anzeigenumfänge der lokalen und regionalen Abonnementzeitungen von Januar bis September 2009 um 12,8 Prozent zurück; im Osten belief sich das Minus auf 15,1 Prozent. Im Vergleich mit dem ersten Halbjahr 2009 ist eine leichte Beruhigung festzustellen: Von Januar bis Juni hatte das Minus noch 13,6 Prozent betragen. Nach Nielsengebieten betrachtet war das Anzeigengeschäft in Nielsen I (-12,2 Prozent) und Nielsen II (-12,3 Prozent) sowie Nielsen IIIa (-11,4 Prozent) noch überdurchschnittlich. Dagegen gab es in den übrigen Nielsengebieten Rückgänge, die sich zwischen -13,3 Prozent (Nielsen IV) und -15,1 Prozent (Nielsen V/VI/VII) bewegten.
Nach Auflagenzahlen betrachtet konnten sich die Titel in der Auflagengruppe bis 25.000 Exemplare (-9,9 Prozent) und bis 50.000 Exemplare (-10,7 Prozent) noch am besten behaupten. Die Titel mit hohen Auflagen verloren hingegen überdurchschnittlich. Bei 125.000 bis 200.000 Exemplaren waren es -15,7 Prozent, bei Zeitungen mit mehr als 200.000 Exemplaren -19,7 Prozent. Die Gesamtumfänge der lokalen und regionalen Tageszeitungen sind von Januar bis September 2009 gegenüber dem Vorjahr um 5,8 Prozent geschrumpft; dabei nahmen die Textumfänge um 3,5 Prozent ab, der Bruttoanzeigenumfang wies ein Minus von 12,1 Prozent auf.
Betrachtet nach Anzeigensparten weisen selbst die bisher so stabilen Familienanzeigen ein leichtes Minus (-0,7 Prozent) auf. Über dem Schnitt liegen auch Reiseanzeigen (-0,3 Prozent) und Veranstaltungsanzeigen (-6,5 Prozent) sowie die kumulierten Geschäftsanzeigen (-4,9 Prozent). Letztere setzen sich aus den Anzeigen der Markenartikelhersteller (-23,2 Prozent), Kraftfahrzeughersteller/Marken (-33,5 Prozent), Großformen des Handels (+4,0 Prozent) und lokalen Geschäftsanzeigen (-5,6 Prozent) zusammen. Bei den rubrizierten Anzeigen gab es Verluste bei Stellen (-42,2 Prozent), Immobilien (-18,5 Prozent), Kraftfahrzeugmarkt (-16,5 Prozent) und sonstigen Anzeigen (-17,3 Prozent). Das Geschäft mit Prospektbeilagen ging von Januar bis September 2009 im Vergleich mit dem Vorjahr um 3,8 Prozent zurück.
Eine ausführliche Dokumentation ist für Mitglieder der ZMG zu beziehen..
Berlin,17. November 2009
Kontakt:
| Urszula Wrzeciono ZMG E-Mail: wrzeciono@zmg.de Tel: 069/97 38 22-48 |
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