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Google missbraucht marktbeherrschende Stellung für eigene Interessen

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) haben heute in Berlin die Kampagne des Suchmaschinenbetreibers Google gegen die Einführung eines Leistungsschutzrechts für Presseverlage als „üble Propaganda“ verurteilt.

 

 

Es sei ein Unding, dass der Suchmaschinenkonzern seine marktbeherrschende Stellung einseitig für die eigenen Ziele nutze, kritisierten die Verbände. Dies geschehe obendrein zwei Tage, bevor die Parlamentarier überhaupt die Möglichkeit gehabt hätten, den Gesetzentwurf zu debattieren.

„Wir sind überrascht, dass ein Wirtschaftsunternehmen so auftritt. Es ist doch selbstverständlich, dass jemand, der einen Inhalt gewerblich nutzt, auch dafür bezahlt, hieß es  dazu von BDZV und VDZ. Die Panikmache von Google entbehre jeglicher Grundlage. Die Behauptung des Suchmaschinen-Konzerns, das Suchen und Finden von Informationen im Netz werde erschwert, sei unseriös. „Die private Nutzung, das Lesen, Verlinken und Zitieren bleiben möglich wie bisher.“

Google arbeite mit perfiden Methoden, um Angst und Panik zu verbreiten, warnten BDZV und VDZ: Als Folge eines Leistungsschutzrechts würden Verelendungsszenarios für deutsche Wirtschaft und Verbraucher an die Wand gemalt. „Die Journalisten und Redakteure der deutschen Zeitungen und Zeitschriften haben sich in der zurückliegenden Debatte kritisch und ausgewogen zum Thema Leistungsschutzrecht geäußert“, heißt es hingegen von Verlegerseite. Dabei seien selbstverständlich auch die Gegner eines Leistungsschutzrechts offen und prominent zu Wort gekommen. Von den Verlagen gehe gewiss keine Gefahr aus – schon gar nicht durch ein Leistungsschutzrecht.

Weitere Informationen zum Leistungsschutzrecht sind unter www.pro-leistungsschutzrecht.de hinterlegt. Darüber hinaus haben BDZV und VDZ bereits im April dieses Jahres einen Film zum Leistungsschutzrecht erstellt, der in jede Website eingebunden werden kann. Dieser findet sich unter: bit.ly/Y0gYAc.

Berlin, 
27. November 2012

Kontakt:

Anja Pasquay
Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV)
Pressereferentin

E-Mail: pasquay@bdzv.de
Tel: 030/726298-214

Erik Staschöfsky
Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger
Redakteur

E-Mail: staschoefsky@bdzv.de
Tel: 030/726298233

   





   
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