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Neue Attacke gegen die Medien

Verleger kritisieren Initiative im EU-Parlament zu Zwangsinformationen für Werbeanzeigen

Der BDZV hat die Entscheidung des Industrieausschusses des Europaparlaments vom 9. März 2009 in Straßburg kritisiert, wonach die Werbewirtschaft künftig vom Gesetzgeber zur Zwangsinformationen bei der Haushaltsgerätekennzeichnung verpflichtet wird. Dies sei eine Beschlagnahme von Werbeplätzen, sagten die Zeitungsverleger. Es sei überhaupt nicht nachzuvollziehen, dass hier mit dem Verbraucherschutz argumentiert werde. Zeitungen trügen regelmäßig in ihren redaktionellen Teilen zur Aufklärung über Produkte bei. Die geplante Verschärfung der Werberegelungen sei ein neuerlicher Beitrag, ein wesentliches Fundament der unabhängigen Presse – die Werbeeinnahmen – zu beschädigen. Vor diesem Hintergrund appellieren die Zeitungsverleger an die Mitglieder des Europaparlaments, den Plänen des Industrieausschusses eine Absage zu erteilen.

Der Industrieausschuss des Europaparlaments verlangt, dass jede Werbung in der Presse und anderen Medien zwangsweise Informationen über die Energierelevanz des beworbenen Produkts verbreiten muss, wenn in der Werbung technische Details genannt werden.

Die Zeitungsverleger betonen hingegen, dass eine Kombination von gesetzlich geregelter Pflichtinformation im Verkauf und der Meinungsbildung durch die freie, auf Werbung angewiesene Presse für die Information der Verbraucher sehr viel effektiver sei als eine gesetzliche Regelung und Beschränkung von Werbemaßnahmen, die die Kommunikationsfreiheit und die ökonomischen Grundlagen der Presse beschneide.


11. März 2009
   





   
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