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BDZV: Kostenstrukturen müssen gesenkt werden

 

 

Die Verhandlungen über einen neuen Gehaltstarifvertrag und den Manteltarifvertrag für Redakteure an Tageszeitungen zwischen dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und den Gewerkschaften Deutscher Journalisten-Verband (DJV) und ver.di finden in einem für die Branche extrem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld statt. Darauf hat der Verhandlungsführer des BDZV, Werner Hundhausen (Bonn), anlässlich der Auftaktrunde am 14. September 2010 in Berlin hingewiesen. Auch für das Jahr 2010 sei  keine positive Entwicklung auf dem Werbe- und Lesermarkt erkennbar. Die Umsätze für das Jahr 2009 liegen auf dem Niveau von 1994. Vor diesem Hintergrund sei ein Eingriff in tarifliche Leistungen, so Hundhausen, unvermeidlich.

Dabei sollen nach Auffassung der Verleger die Einsparmöglichkeiten nicht im Gehaltstarifvertrag oder dem Altersversorgungstarifvertrag liegen, sondern im Manteltarifvertrag. Komme es dort zu signifikanten Veränderungen, können für die Dauer der neuen Vereinbarung die wichtigen Eckpunkte „Monatseinkommen“ und „Aufbau der Altersversorgung“ unberührt bleiben. Um Planungssicherheit für Verlage und Journalisten zu gewährleisten, schlugen die Vertreter des BDZV vor, eine Vereinbarung über eine mehrjährige Laufzeit zu treffen. 

Geändert werden müssen aus Sicht der Arbeitgeberorganisation die tariflichen Rahmenbedingungen für Volontäre und Berufsanfänger, die in den kommenden Jahren in die Redaktionen eintreten. Auf diesem Weg sei es möglich, so Verhandlungsführer Hundhausen, „den Flächentarifvertrag auch unter schwierigen Rahmenbedingungen als gemeinsame Plattform für die Ausgestaltung aller Vergütungsregelungen zu bewahren und damit zur Beschäftigungsstabilität beizutragen“.

Die Tarifverhandlungen werden am 26. Oktober in Berlin fortgesetzt.


14. September 2010
   





   
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