Verlegerverbände und Grossisten diskutieren mit Bundesregierung
Auf Einladung des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), Bernd Neumann, und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) haben am 17. Februar 2010 Repräsentanten des BDZV, VDZ und des Grosso-Verbands die im März 2009 eingeleitete Bestandsaufnahme über die aktuelle Situation und künftige Entwicklungen des Pressevertriebs fortgesetzt. Anlass des zweiten Gesprächs in dieser Runde waren insbesondere die Kündigungen von Grosso-Unternehmen in Norddeutschland durch einen Verlag sowie die beantragte Fusion zwischen einem verlagsbeteiligten und einem unabhängigen Presse-Grossisten in der Pfalz. Diese Vorgänge haben grundsätzliche Fragen zur Vereinbarkeit mit der gemeinsamen Erklärung aufgeworfen. Das BKM und das Wirtschaftsministerium hätten im Gespräch deutlich gemacht, dass die Bundesregierung das Presse-Grosso nach wie vor als unverzichtbaren Teil der auf Vielfalt und Qualität ausgerichteten freiheitlichen Medienordnung betrachte. Dies gehe aus der Koalitionsvereinbarung für die laufende Legislaturperiode hervor und sei von Bundeskanzlerin Angela Merkel nochmals ausdrücklich hervorgehoben worden. Die Politik sehe sich in der Verantwortung, weiterhin auf die Einhaltung der Gemeinsamen Erklärung aus dem Jahr 2004 zu achten. Die Gespräche zur Erarbeitung von Eckpunkten und objektiven Kriterien der Zusammenarbeit sollen unter der Federführung des BKM bereits in den nächsten Wochen fortgesetzt werden, heißt es in einer Erklärung.
Berlin,24. Februar 2010 5/2010















