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Europäische Zeitungsverleger fordern Werbefreiheit

Die europäischen Zeitungsverleger fordern von der EU, den Werbemarkt nicht weiter zu beschränken, damit die Tageszeitungen überleben können.

 

 

Nach einem Gespräch mit EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso äußerten sich die Zeitungsmacher verhalten optimistisch. Barroso habe zugesagt, die Forderungen aufzunehmen, erklärte der Vorsitzende des Europäischen Zeitungsverlegerverbandes (ENPA), Valdo Lehari jr., am 29. Juni 2010. Die EU-Kommission plane lediglich, Kinder- und Jugendliche vor einem uneingeschränkten Einfluss der Werbung zu schützen.

„Eins unserer wichtigen Anliegen ist es, dass die EU-Kommission bei ihrer Politikgestaltung nicht nur die neuen Medien wie das Internet berücksichtigt, sondern auch an die klassische Zeitung denkt“, sagte Lehari, Herausgeber des „Reutlinger General-Anzeigers“. Damit habe er bei Barroso offene Türen eingerannt. „Die Tageszeitungen spielen eine Rolle, die keiner ersetzen kann“, sagte der Portugiese laut dem „General-Anzeiger“. Die Tageszeitung sei wichtig, denn sie setze Themen und bestimme die intellektuelle Debatte.

Lehari und seine Verlegerkollegen betonten erneut, wie essentiell ein wirksames Urheberrecht für das Überleben der Presse sei. „Das Material, das wir produzieren, gelangt eins zu eins in die elektronischen Medien, die dann damit Geld verdienen“, sagte Lehari. Einerseits müssten diese Inhalte der Zeitungen geschützt und andererseits Bezahlsysteme im Internet gefördert werden.

Brüssel, 
02. Juli 2010  14/2010
   





   
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